Microsofts TechNet-Konferenz in Berlin

Im Kosmos

Microsoft hat in Berlin eine technikorientierte Konferenz veranstaltet. Das ADMIN-Magazin war dabei.
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Großer Andrang vor der Microsoft-TechNet-Konferenz. Der Veranstaltungsort, das Kosmos Berlin, ist ein ehemaliges Kino im Osten.

Ein Event von der Community für die Community sollte die TechNet-Konferenz in Berlin sein, betonte Karin Janina Schweizer von Microsoft in ihrer Begrüßungsansprache. Dass sich dann doch sämtliche Präsentationen um Microsoft-Produkte drehten und ihren Teil zum Marketing beitrugen, liegt wohl in der Natur der Sache.

Präsentiert wurden die vielen Features neuer Windows-Technologien aber wenigstens nicht nur von Microsoft-Mitarbeitern, sondern von insgesamt 80 anwesenden MVPs (Most Valuable Professionals). Lediglich die Keynote war Mike Schutz vom Microsoft-Headquarter vorbehalten, der die Vision des Unternehmens vorstellte, die unter dem Schlagwort "Cloud OS" zusammengefasst wurde. Damit wolle man den aktuellen Trends wie Big Data, Mobile Workplace und Consumerization of IT folgen. In Software gegossen werden soll die Vision mit neuen und immer weiter entwickelten Produkten wie Windows Server 2012 R2, Hyper-V und Windows Azure, der Cloud-Plattform von Microsoft. Die Ausgangsbedingungen für die Vision "Cloud OS" sind günstig, wenn man Schutz glauben darf: Auf 75 Prozent der 30 Millionen Server weltweit läuft derzeit ein Windows-Betriebssystem.

Die IT-Welt aus Microsoft-Perspektive: Auf drei von vier Servern läuft Windows.

Big Data ist das große Thema für SQL Server 2014, das laut Schutz etwa 45 Prozent aller Datenbank-Installationen weltweit ausmacht und damit den größten Anteil einnimmt – der Rest teilt sich auf zahlreiche kommerzielle wie freie Datenbanken auf. Unstrukturierten Daten will Microsoft künftig damit Rechnung tragen, dass es Hadoop in SQL Server integriert. Hierzu gibt es eigene Produkte wie HDInsight, das helfen soll, Erkenntnisse aus solchen Datenmengen zu gewinnen.

Während die Übernahme von Nokia durch Microsoft noch läuft, trägt Microsoft erst einmal der herrschenden Marktsituation Rechnung und unterstützt künftig iOS und Android besser, etwa mit eigenen Remotedesktop-Clients für diese Plattformen.

Im Fokus: Hyper-V

Die folgenden Vorträge gingen dann etwas mehr in die Tiefe und stellten etwa die neuen Features des Hypervisors Hyper-V im Detail vor. Dabei ist es durchaus beeindruckend, wie es Microsoft geschafft hat, mit dem Konkurrenten VMware nicht nur gleichzuziehen, sondern ihn in vielen Aspekten noch zu überrunden, wenngleich etwa die maximale Anzahl von Cores in einer VM und ähnliche Limits nur für eine kleine Gruppe von Anwendern eine Rolle spielen dürfte. Interessanter ist dabei vermutlich die noch einmal gesteigerte Geschwindigkeit bei der Live-Migrations von virtuellen Maschinen, automatische Performance-Gewinne und gleichzeitig einfaches Deployment bei der Verwendung des neuen SMB3-Protokolls und natürlich die Integration in die Management-Tools. Die MVPs, darunter Szene-Legenden wie Aidan Finn, waren jedenfalls begeistert von dem, was Microsoft ihnen in den neuen Releases beschert hat, und schlimmstenfalls enttäuscht davon, das etwa die Konfigurations eines HA-Clusters nun so einfach vonstatten geht.

Als praktisches Beispiel für die Anwendung von Hyper-V stellte die Wortmann AG im Detail ihre neue Cloud vor, die komplett auf Microsoft-Technologie basiert. Auch hier gab es Beeindruckendes zu sehen, etwa die Hardware, die Wortmann dazu in den Racks seines Rechenzentrums verbaut hat: Switche mit 40 GBit/s, Mellanox-Ethernet-Karten, SAS Dual Channel Storage und dergleichen mehr.

Begleitet wurden die Vorträge auf der TechNet-Konferenz von praktisch orientierten Hands-on-Labs, die alle restlos ausgebucht waren. Insgesamt waren nach Angaben von Microsoft etwa 500 IT-Professionals auf der Veranstaltung, die vom Veranstalter als voller Erfolg verbucht wurde.

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