Im Test: Colasoft Capsa 7 Professional

Tiefer Blick in die Pakete

Netzwerkprobleme bereiten Administratoren immer wieder Kopfschmerzen. Denn sie sind oft schwer zu lokalisieren sowie nachzu­vollziehen. Ein umfassendes Werkzeug zur Netzwerkanalyse möchte Colasoft mit Capsa Professional anbieten. Es verspricht eine einfache Bedienung sowie eine gute visuelle Darstellung, da ein Allround-Administrator in der Regel keine Zeit für eine umfangreiche Einarbeitung in eher gelegentlich genutzte Tools hat. IT-Administrator war vom Funktionsumfang überrascht.
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Die hierzulande noch recht unbekannte US-Firma Colasoft hat einen portablen Netzwerkanalysator im Portfolio, den es in den Editionen Free, Professional und Enterprise gibt. Wir haben in diesem Test die Professional-Variante genauer betrachtet, die in erster Linie kleinere und mittlere Unternehmen adressiert. Der Analysator liest die Pakete in Echtzeit ein, erlaubt ein Netzwerkmonitoring im Dauerbetrieb, ermöglicht eine umfassende Protokollanalyse sowie eine detaillierte Paketdekodierung und beinhaltet eine automatische Diagnose. Ziel ist es, dem Administrator ohne intensive Einarbeitung auf einfache Weise einen schnellen Überblick über das Netzwerk und den darin befindlichen Verkehr zu geben sowie bei Problemen diese schneller einkreisen zu können.

Flexible Integration ins Netzwerk

Bei vergleichsweise geringen Hardware-Anforderungen und einer breiten Unterstützung diverser Windows-Betriebssysteme lässt sich Capsa durchaus auch auf älterer Hardware oder einem nicht mehr ganz neuen Notebook installieren. Auch ein Setup in einer virtuellen Maschine ist möglich; in der Praxis dürfte dies jedoch weniger sinnvoll sein, wenn es darum geht, den Analysator in andere Netze einzubinden. Im Installationshandbuch gibt der Hersteller diverse Fallbeispiele zu möglichen Vorgehensweisen, beispielsweise um die Verbindung des Unternehmens ins Internet zu analysieren, wenn das Netzwerk auf Hubs, nicht gemanagten oder gemanagten Switchen basiert.

Bei gemanagten Layer-2- oder Layer-3-Switchen bietet sich die Einrichtung eines Mirror- beziehungsweise Span-Ports an, an den das Analyse-System mit Capsa angeschlossen wird. Indem der Switch dann je nach Konfiguration den gesamten Verkehr von einem oder mehreren zu analysierenden Ports zum Mirror-Port schickt, ermöglicht dieser ein detailliertes Debugging ohne zusätzliche Hardware. Im Rahmen unseres Tests nutzten wir einen managebaren Layer-2-Switch,

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