Editorial

Disk is dead

Das Storage-Management und die Virtualisierung der Speicherumgebung stehen im Mittelpunkt der November-Ausgabe des IT-Administrator. Denn längst sind die ... (mehr)

"Tape is dead" raunt es ja nun schon seit Jahrzehnten durch die Flure der IT-Abteilungen. Das stimmt zwar nicht ganz, denn noch existieren Bandarchive und Tape Drives; einen nennenswerten Umsatz dürften deren Fabrikanten aber nicht mehr machen. Eher kurz- als mittelfristig blüht das gleiche Schicksal nun auch der klassischen Festplatte. Neuen Studien zufolge wollen IT-Entscheider zumindest ab dem Mittelstand bei der typischerweise fünfjährlichen Ausmusterung alter Storage-Systeme bei Neuanschaffungen zukünftig auf All-Flash setzen. Damit scheint sich zu verfestigen, was Hersteller von SSDs und damit bestückten Arrays schon länger begehren: Flash wird zum universellen Storage und kommt eben nicht mehr nur für Spezial-Workloads zum Einsatz.

Das hat zur Folge, dass für Nutzer nicht mehr ausschließlich IOPS zählen. Die meisten Hersteller von All-Flash-Systemen haben dies erkannt und wollen durch Alleinstellungsmerkmale glänzen. So etwa rühmt sich Pure Storage, die Verwaltung seiner Speicher-Arrays so einfach wie nie zu machen – jederzeit durchführbar vom Tablet oder Smartphone. Fujitsu hingegen will die Nutzung der Deduplizierungsfunktion LUN-basiert ermöglichen – angepasst an den jeweiligen Workload. Apropos Deduplizierung: Das nahe Ende der Festplatte bringt wohl den Abschied von der Netto-Speicherkapazität. Denn besonders wirtschaftlich ist Flash-Speicher immer dann, wenn mit Hilfe von Reduktionstechniken möglichst viele Informationen auf möglichst wenig Platz passen. Was das Thema Vergleichbarkeit natürlich nicht gerade vereinfacht, hängt doch die vom Hersteller errechnete Brutto-Kapazität stark von der zugrunde gelegten Deduplizierungsrate ab.

Damit Sie hier den Überblick behalten, schildern wir ab Seite 82, welche Punkte Sie bei der Planung und Einführung von All-Flash-Arrays abhängig von den jeweiligen Workloads unbedingt berücksichtigen sollten. Ab Seite 92 beschäftigen wir uns dann mit der Zukunft von Flash-Storage und geben einen Überblick, welche alternativen Speichertechnologien gegenwärtig in den Startlöchern stehen. Ein weiteres großes Speicher-Thema ist derzeit die Storage-Virtualisierung beziehungsweise Software-defined Storage. Welche typischen Fallstricke es hier zu vermeiden gilt, zeigt unser Beitrag auf Seite 78. Und wenn Sie es eine Nummer kleiner und am besten Open Source mögen, dann erklären wir ab Seite 72, wie Sie NAS4Free einrichten und verwalten. Alle Artikel haben wie immer zum Ziel, Sie bei der täglichen Praxisarbeit bestmöglich zu unterstützen – ob nun im altbekannten Serverraum oder im All-Flash-Rechenzentrum.

Einen tolerierbaren Herbst wünscht

Lars Nitsch

Redakteur

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Ausgabe /2019