PostgreSQL 10

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Ende letzten Jahres wurde Version 10 der freien Datenbank PostgreSQL vorgestellt. Bereits die Versionsnummer lässt erahnen, dass viele Neuerungen auf den Anwender warten. Neue Funktionen, Verbesserungen in der Verarbeitungsgeschwindigkeit, aber auch einige inkompatible Änderungen gehören dazu. Dieser Artikel gibt einen Überblick.
Das zentrale Bereitstellen von Software und das Aktualisieren dieser gehören zum Standardrepertoire von Administratoren. Im Januar-Schwerpunkt ... (mehr)

Die offensichtlichste Änderung begegnet einem bereits beim Lesen der vielen Presse- und Releasetexte: Die Hauptversion wird nur noch mit einer einzigen Zahl gekennzeichnet. Die bisherige Zählweise, zusammengesetzt aus zwei Zahlen, ist hinfällig. Mit PostgreSQL 10 definiert die zweite Versionummer nur noch die Minor-Versionen, die untereinander kompatibel sind und sich einfach aktualisieren lassen, während Hauptversionen immer einer Migration bedürfen. Der Sprung auf Version 10 spiegelt viele Neuerungen, aber auch inkompatible Änderungen innerhalb von PostgreSQL wider. Einige erfordern unter Umständen das Anpassen von Administratorskripten und gegebenenfalls von Überwachungswerkzeugen.

In der Vergangenheit wurde das Transaktionslog in PostgreSQL häufig abkürzend mit "XLOG" bezeichnet. Dies repräsentierte gleichzeitig das persistent in Form von Dateien gespeicherte Transaktionslog, aber auch diverse Funktionen innerhalb der Datenbank. Allerdings war dies nicht konsistent mit der offiziellen Bezeichnung des Write-Ahead-Logs (WAL), weshalb mit PostgreSQL 10 nun die Entscheidung fiel, die alten XLOG-Bezeichner loszuwerden und konsistent zur Dokumentation anzupassen.

Diese Änderung findet sich bereits in der Verzeichnisstruktur der Datenbank auf dem Speichersystem wieder: Das bekannte Verzeichnis für das Transaktionslog ist nun konsistent als "pg_wal" benannt und löst den alten Namen "pg_xlog" ab. Wer eigene Backupskripte für die Onlinesicherung oder die Überwachung des Transaktionslogs verwendet, muss diese anpassen. Ebenso ändern sich alle Funktions- namen zur Steuerung und Überwachung des WAL. Das bisherige Kürzel "xlog" weicht auch hier der neuen Bezeichnung "wal". In diesem Zusammenhang wechselt auch die bisher übliche Verwendung von "location" auf "lsn", was im Zusammenhang mit Positionen im Transaktionslog die korrekte Bezeichnung ist. Tabelle "Unterschiede

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