Datenbank CrateDB 3.3

Platz für Maschinendaten

Die zunehmende Verbreitung von Internet-of-Things-Geräten stellt Administratoren vor neue Herausforderungen bei der Speicherung, Analyse und Aufbereitung der unterschiedlichsten Daten. Hier setzt die auf IoT spezialisierte Datenbank CrateDB an. Was die Datenbank bietet und wie sie sich optimal aufsetzen lässt, zeigt dieser Workshop.
Kommerzielle Software von der Stange oder quelloffene Produkte, die lizenzkostenfrei und flexibler sind, dafür aber oft entsprechendes Know-how voraussetzen? ... (mehr)

Auf den ersten Blick würde man in dem idyllisch im österreichischen Vorarlberg gelegenen Dornbirn nicht erwarten, dass dort ein innovatives verteiltes Datenbanksystem entwickelt wird. So ist CrateDB [1] primär für die Verarbeitung von Maschinendaten konzipiert, die von Sensoren, Embedded Devices, Protokolldateien und Netzwerk-Metadaten stammen. Inzwischen ist das Unternehmen der beiden Firmengründer Christian Lutz und Jodok Batlogg auch mit Niederlassungen in Berlin und San Francisco vertreten.

Seit dem Release der Version 1.0 im Dezember 2016 unterliegt das in Java entwickelte SQL-Datenbanksystem der Apache-2.0-Lizenz. Allerdings gilt dies nur für die Community-Edition und nicht für die Enterprise-Variante. Primär handelt es sich um ein relationales Datenbankmanagementsystem, doch taugt CrateDB auch als Suchmaschinensystem und als Dokumentenspeicher. Neben der Verarbeitung von IoT- und Sensordaten unterstützt das System industrielle Zeitreihendaten, Geospatial Analytics und Tracking sowie die Analyse von Cybersecurity-relevanten Daten.

Im Unterschied zu vielen anderen SQL-Datenbanken erlaubt CrateDB dynamische Datenbankschemata. Das Datenbanksystem unterstützt außerdem transaktionale Semantik und erlaubt das Erstellen von inkrementellen Datenbanksicherungen. Grundsätzlich kann CrateDB im lokalen Rechenzentrum oder in der Cloud ausgeführt werden. Für die Datenbankan­bindung lassen sich gängige Program­miersprachen und SQL-Applikationen verwenden. Ein Plug-in-Mechanismus ermöglicht die funktionale Erweiterung.

Laut Angaben der Entwickler befindet sich CrateDB bereits bei über 500 Clustern rund um den Globus im Produktivitätseinsatz. Die größte CrateDB-Umgebung stellt übrigens "McAfee Skyhigh" dar. Dort analysiert CrateDB den Cloudverkehr der Fortune-500-Unternehmen in Echtzeit auf mögliche sicherheitsrelevante Hinweise und verdächtige Einträge hin.

...

Der komplette Artikel ist nur für Abonnenten des ADMIN Archiv-Abos verfügbar.

Ähnliche Artikel

comments powered by Disqus

Artikel der Woche

Eigene Registry für Docker-Images

Wer selber Docker-Images herstellt, braucht auch eine eigene Registry. Diese gibt es ebenfalls als Docker-Image, aber nur mit eingeschränkter Funktionalität. Mit einem Auth-Server wird daraus ein brauchbares Repository für Images. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Konfigurationsmanagement

Ich konfiguriere meine Server

  • von Hand
  • mit eigenen Skripts
  • mit Puppet
  • mit Ansible
  • mit Saltstack
  • mit Chef
  • mit CFengine
  • mit dem Nix-System
  • mit Containern
  • mit anderer Konfigurationsmanagement-Software

Google+

Ausgabe /2019