Aus dem Forschungslabor

Reine Geschmackssache

Sich in fremde virtuelle Welten zu versetzen, gehört inzwischen zum Alltag. 3D-Spiele, Augmented Reality und realitätsnahe Videokonferenzen in Firmen hauen kaum noch einen Tech-Enthusiasten aus den Socken. Doch bleibt bislang ein wichtiger Sinn außen vor: der Geschmack. Wie wäre es, wenn Sie ein (leckeres) Objekt nicht nur virtuell sehen, sondern auch schmecken könnten? Der Norimaki Synthesizer verspricht genau das.
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Der Norimaki Synthesizer hat mit zwei Zentimetern Durchmesser die ungefähre Größe und Form einer Sushi-Rolle und fünf kleine Erhebungen an dem Ende, das die Zunge berührt. Dort befinden sich algenbasierte Gele, die je nach Geschmacksrichtung aus unterschiedlichen Elektrolyten bestehen: Sodiumchlorid, Glycin, Magnesiumchlorid, Zitronensäure und Natriumglutamat. Diese sollen auf der Zunge dann die fünf verfügbaren Geschmacksvarianten erzeugen: salzig, süß, bitter, sauer und umami.

Entwickelt hat das Gerät der japanische Forscher und Universätsprofessor Homei Miyashita [1]. Der Name des Geräts entstammt übrigens der japanischen Küche und bezeichnet eigentlich mit Seetang umwickelte Sushi-Rollen. Entstanden ist die Idee aus der Tatsache heraus, dass sich die menschlichen Sinne relativ einfach täuschen lassen. So setzt sich ein Bild auf einem Bildschirm aus farbigen Pixeln zusammen, die wir jedoch wiederum als Gesamtbild wahrnehmen.

Dieses Prinzip macht sich Miyashita mit unseren Geschmacksknospen auf der Zunge zunutze. Damit ein Stromkreislauf entsteht, hat der Forscher den Prototyp mit Kupfer ummantelt, das als Anode dient. Hält der Nutzer den Synthesizer in der Hand und gleichzeitig an die Zunge, mit den fünf Gelen als Kathode, ist ein Stromfluss möglich und erzeugt die gewünschten Geschmäcker.

Das dabei zum Einsatz kommende Verfahren nennt sich Elektrophorese [2], also die Bewegung winziger geladener Teilchen durch ein elektrisches Feld. Diese stimulieren dann die Geschmacksknospen auf der Zunge und täuschen unseren Sinn. Liegt keine Spannung an, kommen übrigens alle Geschmacksrichtungen zum Einsatz. Erst der Stromfluss unterdrückt quasi einzelne Geschmäcker und erlaubt so das individuelle Dosieren.

Das andere Ende des Geräts ist derweil mit einem kleinen Kontrollpult verkabelt, auf dem sich mittels fünf Reglern die einzelnen Geschmacksrichtungen steuern lassen. Nicht simulierbar sind jedoch Gerüche, die für das

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