FreeBSD gibt Ausblick

15.05.2012

In seinem aktuellen Vierteljahresbericht gibt das FreeBSD-Projekt einen Ausblick auf die künftige Entwicklung.

Im ersten Vierteljahresbericht für 2012 berichtet das FreeBSD-Projekt über die laufenden Entwicklungsvorhaben. Eines der größten Projekte ist die Migration auf den C-Compiler Clang des LLVM-Projekts. Er soll im Lauf der Zeit den GNU-Compiler GCC ablösen. Bereits jetzt enthalten die FreeBSD-Releases 10.0-CURRENT (in Entwicklung) und 9.0-STABLE die Version 3.0 von Clang. In FreeBSD 10 lassen sich der Kernel und das System bereits ohne Warnungen übersetzen. Wenn im April Clang 3.1 erscheint, soll diese Version in FreeBSD integriert werden. Auch die C++-Bibliothek des GNU-Projekts wollen die Entwickler im Lauf der Zeit ersetzen.

Beim IPv6-Protokoll, konnten die FreeBSD-Entwickler in großen Teilen die Performance verbessern. TCP über physische und Loopback-Interfaces ist nun bei IPv4 und IPv6 gleich schnell. Allerdings gibt es bei UDP IPv6 noch Optimierungsbedarf, bevor IPv6 auf FreeBSD-Systemen als Default-Protokoll aktiviert werden kann.

Zur Unterstützung von SSD-Speichern haben die FreeBSD-Programmierer weiter am so genannten NAND-Stack und dem zugehörigen Dateisystem gearbeitet. Im Rahmen eines anderen Projekts wird daran gearbeitet, Dateisysteme online vergrößerbar zu machen. Damit lässt sich insbesondere das Root-Dateisystem vergrößern, ohne es vorher auszuhängen. Der implementierte Code funktioniert prinzipiell, muss aber noch durch ein paar Details ergänzt werden.

Bei der Linux-Kompatibilität gibt es einen neuen Port des Pakets "linux_base", der auf CentOS basiert. Er setzt allerdings eine neuere Kernel-Version voraus als die, die der so genannte Linuxulator, eine Art Emulator-Schicht für Linux, bereitstellt. Für den Linuxulator wiederum gibt es nun Dtrace-Probes, die das Profiling mit Hilfe eigener Code-Fragmente erlauben.

Diese und alle weiteren Entwicklungsprojekte sind in der Berichts-Mail an die Mailingliste dokumentiert.

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