Milliardstes Let’s-Encrypt-Zertifikat ausgestellt

03.03.2020

Let’s Encrypt hat Ende Februar sein milliardstes Zertifikat ausgestellt. Aus diesem feierlichen Anlass blickt die freie Zertifizierungsstelle auf ihre Entwicklung und die des Internets zurück.

Let’s Encrypt feiert einen Meilenstein: Am 27. Februar 2020 hat die Initiative ihr einmilliardstes Zertifikat ausgestellt. Aufgrund dieses runden Jubiläums blickt sie nun auf die Entwicklungen in ihrem Umfeld zurück, seit sie im Juni 2017 100 Millionen ausgestellte Zertifikate gefeiert hatte.

 

So ist das Internet laut Let’s Encrypts zufriedenem Zwischen-Fazit heutzutage im Vergleich zu damals wesentlich verschlüsselter. Während aktuell rund 81 % aller Webseiten-Aufrufe unter HTTPS stattfinden, waren es im Juni 2017 noch 58 %. In den USA soll der Anteil der per HTTPS abgesicherten Aufrufe währenddessen sogar von 64 % auf 91 % angestiegen sein. Dies bedeute viel mehr Privatsphäre und Sicherheit für jedermann, so Let´s Encrypt.

 

Gleichzeitig ist in diesem Zeitraum auch Let´s Encrypt gewachsen, wenn auch in wesentlich kleinerem Rahmen. So versorgte die CA der Internet Security Research Group (ISRG) im Juni 2017 rund 46 Millionen Webseiten, und bewerkstelligte dies mit elf Vollzeit-Mitarbeitern und einem Jahresbudget von 2,61 Millionen US-Dollar. Heutzutage sind diese Zahlen zum einen auf nun 192 Millionen Websites angewachsen, während zum anderen das Projekt lediglich zwei Vollzeit-Mitarbeiter mehr beschäftigt und das Budget nun 3,35 Millionen US-Dollar beträgt. Letztlich ist laut Let’s Encrypt während des Anstiegs der Anzahl der auf Zertifikate setzenden Webseiten um mehr als das Vierfache das Budget lediglich um 28 % angewachsen.

 

Als Grundpfeiler für diese Erfolge sieht Let’s Encrypt das ACME-Protokoll, das wesentliche zur elementaren Benutzerfreundlichkeit beiträgt. So erlaube ACME umfassende Automatisierung und der Web-Communmity ein noch vielfältigeres Ökosystem an Software um es herum, seit es in 2019 als RFC 8555 standardisiert wurde. Nicht zuletzt preist Let’s Encrypt auch die Entwicklung der Browser. Sie würden seit 2017 nicht nur HTTPS für immer mehr Feautres verlangen, sondern beispielsweise  auch immer effizienter die Risiken kommunizieren, die mit unverschlüsselten Webseiten-Aufrufen verbunden sind.

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