Offenes Beta-Programm für AIX 7 gestartet

15.07.2010

Unix ist nicht tot, es riecht nur komisch. So pflegt auch IBM parallel zu seinem Linux-Engagement die Eigenentwicklung AIX weiter. Nun startet das offene Beta-Programm für Version 7.

Der IT-Konzern IBM hat mit dem offenen Betaprogramm für AIX 6.1 gute Erfahrungen gemacht und lädt auch für die nächste Version seines Unix-Betriebssystems zum Betatest ein. Für kompilierte Programme früherer AIX-Versionen soll der Versionssprung kein Problem sein. 64-Bit-Anwendungen können bis auf AIX 5 zurückgehen, 32-Bit-Programme noch weiter. Die neue AIX-Version holt zur Weiterentwicklung der Power-Prozessoren auf, bei denen im Frühjahr die Power-7-Generation veröffentlicht wurde. Auch hier soll Abwärtskompatibilität bis zu Power 4 gewährleistet sein. AIX 7 Beta steht für Registrierte auf der Betaprogrammseite als Image bereit, dazu kommen diverse Compiler. Eine spezielle Gruppe der AIX-Anwender erhält in AIX 7 Hilfe beim Aktualisieren: Wer ein AIX-5.2-System betreibt, kann davon ein Backup erstellen und es innerhalb AIX 7 in einer sogenannten Workload-Partition virtualisieren. Diese Hilfstechnologie ist aber nur für AIX 5.2 ausgewiesen. Die Workload Partitions (WPARs) wurden mit der letzten AIX-Version 6.1 Ende 2007 eingeführt. Neu in AIX 7 ist außerdem, dass jede Partition einen eigenen Fibrechannel-Adapter ansprechen kann. Damit kann ein System innerhalb einer WPAR über ein eigenes SAN-Gerät (Storage Attached Network) verfügen. Zu den weiteren Neuerungen zählt Domain-basierte Zugriffsbeschränkung sowie NFSv4- und IPv6-Unterstützung bei plattenlosen AIX-Instanzen ("Thin Server"). Das IBM-Unix AIX 7 für Power-Systeme unterstützt nach Angaben des Herstellers bis zu 256 Prozessorkerne innerhalb einer Partition, das sind vier Mal mehr als mit AIX 6. Mit der neuen Version will IBM seine Treue zu Unix unterstreichen. [Diese Meldung stammt von Linux-Magazin Online]

 

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