Red Hat Enterprise Linux ersetzt MySQL durch MariaDB

17.06.2013

Als erste Enterprise-Distribution verzichtet Red Hat auf die MySQL-Datenbank und setzt stattdessen MariaDB ein.

Wie auf dem Red Hat Summit 2013 in Boston bekannt wurde, ersetzt Red Hat in seiner Enterprise-Linux-Distribution künftig MySQL durch die MariaDB, die im Jahr 2009 vom MySQL-Mitbegründer Michael "Monty" Widenius von der MySQL-Codebasis geforkt wurde. MariaDB ist als gleichwertiger Ersatz für MySQL konzipiert, den Administratoren ohne Änderungen im Austausch für MySQL verwenden können. Ein Grund dafür waren Änderungen an der MySQL-Lizenz, die Oracle nach der Übernahme der Firma Sun vornahm, die die Rechte am MySQL-Code besaß. Über MySQL hinausgehend arbeiten die MariaDB-Entwickler an einer neue Storage-Engine namens XtraDB als Alternative zu InnoDB sowie der Engine Aria, die transaktionale und nicht-transaktionale Features vereint.

Einige Community-Linux-Distributionen wie Arch Linux, Open Suse und Slackware haben bereits ihren Umstieg von MySQL auf MariaDB bekannt gegeben. Auch die Red Hat Community-Distribution Fedora schließt MariDB ein, hat sich allerdings bislang nicht von MySQL verabschiedet. Eine Version von Red Hat Enterprise Linux 7 mit MariaDB wird für die zweite Jahreshälfte erwartet.

Einen Überblick über Ableger der MySQL-Datenbank gibt der ADMIN-Artikel "Moderne MySQL-Forks und -Patches".

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