Systemprogrammiersprache Rust erscheint in Version 0.9

10.01.2014

Die Systemprogrammieren gewidmete Community-Programmiersprache mit Mozilla- und Samsung-Unterstützung erscheint in Version 0.9. Sie lockt mit Vorteilen von C sowie mit neuen Features wie Typ-Inferenz und einfachem Threading.

Die Programmiersprache Rust erinnert oberflächlich an C und ihre Schwerpunkte machen sie ebenfalls für Programmierer anspruchsvoller Systemanwendungen interessant. Zwei Jahre nach der ersten Alpha-Version ist Rust nun in Version 0.9 erschienen. Es handelt sich um ein Community-Projekt, das aber von der Forschungsabteilung der Mozilla-Stiftung sowie von Samsung unterstützt wird. Nach eigener Darstellung legt Rust Wert auf die klare Einhaltung abstrakter und operationaler Grenzen. Auf diese Weise soll die Sprache auch bei großen Projekten Integrität, Verfügbarkeit und Nebenläufigkeit sichern.

Da sich Rust noch in Entwicklung befindet, nimmt die neu erschienene Version auch an der Sprache selbst Änderungen vor. So fällt etwa der Typ "float" zugunsten von "f32" und "f64" heraus. Von C bekannte Schlüsselwörter wie "alignof", "offsetof" und "sizeof" kommen hinzu und Macros verfügen nun optional über Attribute. Auch die std-, native- und extra-Bibliotheken erfahren zahlreiche Änderungen.

Während die Rust-Syntax stark an die von C erinnert, enthält die Sprache zahlreiche semantische Unterschiede. Sie führt einige neue Konzepte ein, etwa die von Haskell bekannten Traits sowie Typ-Inferenz, was die implizite Deklaration von Variablentypen über den Initialisierungswert erlaubt. Ansonsten bleibt das Typensystem statisch.

Weiterhin macht Rust den Start von und die Kommunikation mit Threads einfach und vermeidet durch die Unterbindung von Null-Pointern und sogenannten hängenden Zeigern typische Fehler wie Pufferüberläufe. Generell will Rust C-Programmierern einen leichten Einstieg verschaffen, ihnen aber durch mit den genannten neuen Konzepten viele Aufgaben vereinfachen.

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