privacyIDEA 2.23 erleichtert Einbindung in automatisierte Prozesse

30.08.2018

Die neue Version von privacyIDEA räumt Administratoren mehr Freiheiten bei der Definition automatischer Befehle ein.

Version 2.23 der Multifaktor-Authentifizierungssoftware privacyIDEA wurde veröffentlicht. Darin enthalten sind wesentliche Neuerungen beim Event Handling und neue Funktionen, die Administratoren mehr Freiheiten bei der Definition automatischer Befehle einräumen. Die Pakete sind in den öffentlichen Launchpad-Repositories für Ubuntu 14.04 und 16.04 verfügbar. Außerdem kann privacyIDEA Python Package Index installiert werden.

Event Handler ermöglichen es dem Administrator, beliebige Ereignisse in privacyIDEA mit Benachrichtigungen von Benutzern oder Modifikationen von Token oder Skripten zu verknüpfen. Tritt ein solches Ereignis mit definierten Rahmenbedingungen ein, so wird vom System die vordefinierte Aufgabe ausgeführt. In der Version 2.23 kann diese Aufgabe nun auch durchgeführt werden, bevor das eigentliche Ereignis ausgeführt wird. So kann der Administrator bspw. definieren, dass einem Benutzer, der keinen Token hat, automatisch ein Token ausgerollt wird, wenn dieser versucht, sich anzumelden. Viele Aufgaben, die sonst manuell oder per Skript ausgeführt werden müssten, lassen sich so genau zum richtigen Zeitpunkt automatisch direkt in privacyIDEA ausführen. Dies ermöglicht es dem Administrator, ungeahnte Szenarien abzubilden und die entsprechenden Schritte zu automatisieren.

In der Version 2.23 von privacyIDEA kann der Administrator regelmäßige, wiederkehrende Aufgaben definieren. Diese können auch genutzt werden, um Informationen über das privacyIDEA-System zu erfassen. Verschiedene Module wie ein „Ereignis-Zähler“ oder ein „Statistik-Modul“ definieren dabei, was regelmäßig passieren soll.

Mit dem Statistik-Modul kann beispielsweise die Anzahl der nicht zugewiesenen Hardware-Token erfasst werden. Diese Information kann für den Administrator relevant sein, damit er weiß, wann er neue Authentisierungsgeräte nachbestellen muss. Das „Ereignis-Zähler-Modul“ erfasst, wie oft flexibel definierte Ereignisse aufgetreten sind. Im einfachsten Fall kann dies eine fehlgeschlagene Anmeldung sein. privacyIDEA speichert diese Informationen in Zeitreihen. Diese können mit Hilfe von Tools wie Grafana entsprechend grafisch dargestellt werden.

Mit der Version 2.23 kommt bei der Multifaktor-Authentifizierung noch ein TAN-Token hinzu, bei dem existierende TAN-Listen in privacyIDEA importiert werden können. Dies ermöglicht zum einen, eine breite Masse an Benutzern mit unterschiedlichen Sicherheitsanforderungen anzusprechen und zum anderen, leicht von existierenden TAN-Lösungen zu privacyIDEA zu migrieren.

Das komplette von privacyIDEA Changelog ist auf Github zu finden.

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