Mit E-Mail-Diensten muss sich jeder Administrator früher oder später einmal beschäftigen. Das zur CeBIT erscheinende ADMIN 02/2012 gibt dazu Praxis-Tipps und ... (mehr)

Verwalten und initiale Konfiguration

Das Webinterface rufen Sie über die URL »http://IP-Adresse« auf. Standardmäßig ist der Zugriff mit HTTP unverschlüsselt, außerdem besitzt der Benutzer »admin« ab Version 8.0.2 kein Kennwort. Bevor Sie sich also an die weitere Einrichtung machen, sollten Sie ein Kennwort für den Admin-Benutzer festlegen und die Verbindung auf HTTPS umstellen.

Zuerst sollten Sie daher auf »Account | My Account | Change Admin User« klicken und dann die Registerkarte »Account« aufrufen und auf »Change Password« klicken. Geben Sie im Fenster ein Kennwort für den Benutzer ein, oder konfigurieren Sie gleich ein neues Benutzerkonto. Nach dieser Änderung melden Sie sich neu an und rufen noch einmal den gleichen Bereich auf. Öffnen Sie die Registerkarte »Settings« , und klicken Sie auf »General« . Aktivieren Sie bei Protocol »HTTPS« , und wählen Sie die IP-Adresse aus, mit der Sie die GUI aufrufen wollen. Auf Wunsch können Sie auch den Port für den Zugriff ändern, müssen diesen beim Aufrufen des Webinterfaces aber in der Adresse zusätzlich eintragen.

Sie können in diesem Bereich auch die Zeitzone sowie die Sprache der Benutzeroberfläche anpassen. Bestätigen Sie die Änderungen mit »Save« und starten Sie erneut die Weboberfläche. Dazu verwenden Sie nach der Aktivierung von SSL die Adresse »https://IP-Adresse:Port« . Melden Sie sich mit dem konfigurierten Benutzer und seinem Kennwort an.

Sie erhalten von Ihrem Browser eine Zertifikatswarnung, da es sich bei dem SSL-Zertifikat von FreeNAS um ein selbst signiertes Zertifikat handelt. Sie können über »System | Settings | SSL« natürlich auch ein neues Zertifikat hinterlegen, um die Konfiguration optimal zu gestalten. In Testumgebungen ist das alles nicht notwendig.

Speicher hinzufügen und konfigurieren

Damit FreeNAS seinen Speicher im Netzwerk zur Verfügung stellen kann, müssen Sie zunächst die Festplatten auswählen, die Sie verwalten wollen. Dazu klicken Sie auf »Storage | Volumes | Create Volume« . Wollen Sie FreeNAS aber als iSCSI-Traget anbieten, dürfen Sie keine Volumes definieren. In diesem Fall gehen Sie so vor wie weiter unten beschrieben. Bei der Konfiguration als iSCSI-Target müssen Sie eine nicht verwendete Festplatte auswählen oder alternativ auf einer bereits angebundenen Festplatte virtuelle ZFS-Volumes erstellen und diese als iSCSI-Target verwenden.

Beim Betrieb von FreeNAS für normale Freigaben binden Sie dagegen zunächst die Festplatten ein und erstellen die Freigaben. Anschließend öffnet sich ein neues Fenster. Hier geben Sie den Namen des neuen Volumes ein und wählen die Festplatte aus, die das Volume anbieten soll. Als Nächstes wählen Sie das Dateisystem aus. Hier stehen zunächst UFS und ZFS zur Verfügung.

ZFS ist das bessere System, da es auch Snapshots beherrscht. Wann FreeNAS diese Schnappschüsse erstellen soll, legen Sie nach der Konfiguration des Volumes fest (Abbildung 3). Die Einstellungen können Sie dann jederzeit ändern und Snapshots auch manuell erstellen. Wählen Sie mehrere Festplatten auf einmal aus, können Sie auf diesem Weg auch ein Software-RAID erstellen. Dabei können Sie die Festplatten spiegeln (RAID 1, mirror) oder zusammenfassen, um die Geschwindigkeit zu erhöhen (RAID 0, stripe). Haben Sie die Auswahl getroffen, erstellen Sie mit »Add Volume« den Datenträger. Denken Sie aber auch hier daran, dass alle Daten auf den beteiligten Festplatten gelöscht werden.

Abbildung 3: Anlegen von neuen Volumes.

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Ausgabe /2019