Mit E-Mail-Diensten muss sich jeder Administrator früher oder später einmal beschäftigen. Das zur CeBIT erscheinende ADMIN 02/2012 gibt dazu Praxis-Tipps und ... (mehr)

Speicherplatz optimieren und Snapshots erstellen

Haben Sie die Festplatten hinzugefügt, die Sie im Netzwerk freigeben wollen, können Sie sie direkt im Webinterface überwachen und auch anpassen (Abbildung 4). Bei ZFS-Datenträgern sollten Sie im ersten Schritt die Erstellung der Snapshots konfigurieren. Die Einstellungen finden Sie über »Storage | Periodic Snapshot Tasks« . Mit »Add Periodic Snapshot« erstellen Sie eine neue Aufgabe. Für jede Snapshot-Aufgabe legen Sie den Speicherplatz fest, den Zeitraum der Erstellung und wie lange FreeNAS die Daten aufbewahren soll.

Abbildung 4: Verwalten von Festplatten und Volumes.

Im Bereich »Volumes« sehen Sie alle konfigurierten Festplatten, mit »View All Volumes« sehen Sie deren Zustand und können Einstellungen ändern, Snapshots manuell erstellen und sich den Zustand der Festplatten anzeigen lassen. Alle Optionen sind intuitiv verständlich, Daten löscht das System immer erst nach einer Rückmeldung, die Sie bestätigen müssen.

Zugriffsdienste festlegen und Benutzer anlegen

Haben Sie die Festplatten mit dem System verbunden, müssen Sie festlegen, mit welchen Protokollen Anwender überhaupt auf die Freigaben in FreeNAS zugreifen dürfen. Standardmäßig sind nach der Installation alle Protokolle und Dienste deaktiviert, mit denen Benutzer auf die Volumes zugreifen dürfen. Klicken Sie in der Verwaltungsoberfläche auf »Services« und aktivieren Sie die Dienste, mit denen Sie auf den Server zugreifen wollen. Mit dem Schraubenschlüssel-Symbol können Sie einzelne Dienste anpassen. Mit diesen Diensten lassen sich beispielsweise ein günstiger, über dynamisches DNS angebundener FTP-Server aufbauen oder Freigaben für verschiedene Betriebssysteme bereitstellen.

Über die Dienste können Sie FreeNAS an ein Active Directory anbinden oder im Bereich »Users« lokale Benutzer anlegen, die Storage nutzen dürfen (Abbildung 5). Verwenden Sie in Arbeitsgruppen den gleichen Benutzernamen und das gleiche Kennwort, müssen sich die Benutzer beim Aufrufen der Freigaben nicht authentifizieren. Nachdem Sie Festplatten, Dienste und Benutzer erstellt und angepasst haben, konfigurieren Sie als Nächstes die Freigaben, die Sie im NAS auf den Datenträgern speichern wollen. Diese Einstellungen finden Sie im Bereich »Sharing« . Hier stehen Zugriffe für Apple-Systeme, für Linux und für Windows zur Verfügung. Windows-Freigaben erstellen Sie mit CIFS (Samba).

Abbildung 5: Erstellen von Freigaben über AFP, CIFS (Samba) oder NFS.

Bei den Diensten müssen Sie teilweise auch festlegen, wie der Zugriff erfolgen soll, ob etwa anonymer Zugriff erlaubt ist. Andere Optionen hierbei sind die Authentifizierung über Active Directory oder eine lokale Authentifizierung mit Benutzern, die Sie im Bereich »Users« festlegen. Zur lokalen Authentifizierung in FreeNAS legen Sie zunächst alle Benutzer an. Arbeiten Sie in einer Arbeitsgruppe legen Sie die User mit dem gleichen Benutzernamen und Kennwort an, mit denen sich die Benutzer auch an ihren lokalen Computern anmelden. Tragen Sie bei »Home Directory« noch den Pfad zum Volume ein, auf dem Sie für Anwender eigene Verzeichnisse erstellen wollen.

Wollen Sie bei den Berechtigungen mit Gruppen arbeiten, legen Sie sie im Bereich »Groups« an. Anschließend klicken Sie auf »View All Groups« , auf die angelegte Gruppe und auf »Members« . Hier nehmen Sie die Benutzerkonten auf, die Sie in FreeNAS angelegt haben. An diese Benutzer und Gruppen können Sie jetzt Rechte verteilen. Beim Betrieb als iSCSI-Target ist das alles nicht notwendig, da die Zugriffsrechte dann der Server regelt, der FreeNAS als Target nutzt.

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