Der ADMIN 05/13 wirft einen Blick auf die frei verfügbaren Cloud-Frameworks von Eucalyptus über OpenNebula bis OpenStack. Gute Aussichten für skalierbare ... (mehr)

Zukunft

Der bis jetzt beschrittene Weg hat dem Bareos-Projekt viel Zuspruch eingebracht. Die Entscheidung, sich zum Projektstart erst einmal die Infrastruktur für eine weitgehende Automatisierung der Paket-Erzeugung und die Tests aufzubauen, hat sich bewährt.

Weitere Plattformen können nun mit wenig Aufwand hinzugefügt werden, mit der Gewissheit, dass Probleme dank der kontinuierlichen Tests sehr schnell erkannt werden.

Ebenfalls positiv aufgenommen wurde die Tatsache, das Bareos vollständig offen entwickelt wird. Auch wenn es kommerzielle Angebote für Subscription und Support von der Bareos GmbH & Co KG gibt, werden alle Ergänzungen und neuen Features in dem einen, offenen Github-Projekt entwickelt.

Bei den weiteren Entwicklungen soll der bisherige Kurs fortgesetzt werden:

  • einfacher Einstieg, bessere Bedienbarkeit für Administratoren,
  • Integration in weitere Projekte/Distributionen,
  • Funktionserweiterungen.

Der Einstieg soll demnächst durch eine weiter verbesserte Default-Konfiguration erleichtert werden. Zusätzlich werden Whitepaper bestimmte Themen besser beleuchten.

Ein Teilprojekt beschäftig sich mit der Entwicklung einer Konfigurations-API. Damit soll erreicht werden, dass sich bestimmte Konfigurationsänderungen problemfrei zur Laufzeit durchführen lassen, zum Beispiel das Hinzufügen eines Clients. Das können dann auch Frontends wie Webacula nutzen, um ihren Funktionsumfang mit einfachen Mitteln zu erweitern.

OSBConf

Am 25.9.2013 findet die Open Source Backup Conference (vormals Bacula Conference) [9] wie jeden Herbst in Köln statt. Das Bareos-Projekt nutzt diese Gelegenheit, um sich einem interessierten Fachpublikum vorzustellen und mit den Teilnehmern zu diskutieren.

Die Open-Source-Variante von Bacula wurde erstmals 2002 veröffentlicht und fand rasch Anklang in der Community. In den letzten Jahren hat sich beim freien Bacula aber immer weniger getan. Derzeit gibt es nur alle paar Monate neue Commits in das öffentliche Git-Projekt. Es scheint, als würden sich die Entwickler auf die kommerzielle Bacula Enterprise Edition konzentrieren, die nicht öffentlich entwickelt wird.

Der langjährige Bacula-Entwickler Marco van Wieringen hatte deshalb schon 2010 begonnen, Erweiterungen und Code-Aufräumarbeiten, die entweder gar nicht angenommen wurden oder für die es nur das Angebot gab, sie in die kommerzielle Version einfließen zu lassen, in einem eigenen Git-Repository weiterzupflegen. Daraus erwuchs die Entscheidung einiger ehemaliger Mitglieder der Bacula-Community, dies als eigenständigen Fork unter dem Namen Bareos weiterzuentwickeln.

Das erste Stable-Release war Bareos 12.4 im April 2013, wobei die Versionsnummer für das Jahr und das Quartal des Feature Freeze steht. Die Version 13.2 ist derzeit im Beta-Stadium und soll spätestens im September 2013 veröffentlicht werden.

Der Autor

Jörg Steffens beschäftigt sich seit 1995 mit Linux, unter anderem als Berater bei der SUSE Linux AG und seit 2004 als Geschäftsführer des Open-Source-Beratungsunternehmen »dass IT GmbH« aus Köln. 2012 hat er mit anderen langjährigen Bacula-Nutzern das Bareos-Projekt initiiert und die Bareos GmbH & Co KG gegründet.

Philipp Storz beschäftigt sich sein 1998 mit Linux und seit 2007 mit Bacula. Seit 2001 beschäftigt er sich professionell mit Linux und arbeitet als Consultant zunächst bei der SUSE Linux AG und seit 2004 als Mitgründer bei der dass IT GmbH in Köln. Sein Buch zu Bacula ist 2012 bei Open Source Press erschienen. Seit der Gründung des Bareos-Projekts und der gleichnamigen Firma treibt er gemeinsam mit Marco van Wieringen die technische Entwicklung von Bareos voran.

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