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Intranator Business Server ActiveSync

Intra2net plant noch im Oktober als dritten Baustein seines Groupware-Stacks eine ActiveSync-Lösung für das Anbinden von Smartphones und Mobilgeräten auf den Markt zu bringen, die mit Erscheinen dieses Heftes wahrscheinlich verfügbar ist. Wir hatten die Möglichkeit, am nicht öffentlichen Beta-Test teilzunehmen – mit höchst zufriedenstellenden Ergebnissen für ein Samsung Galaxy S4 und ein Samsung Galaxy S3 Mini. Außerdem funktioniert ActiveSync mit iOS und Windows Phone sehr zuverlässig. Die positiven Tests mit dem iPhone konnten wir mit einem iPhone 4 selbst verifizieren. Die Aussagen zum Windows Phone ergab eine Nachfrage beim Hersteller. Bei Android missfällt allenfalls, dass die Konfiguration der ActiveSync-Unterstützung je nach Gerät, Modell und Hersteller unterschiedlich ist (Abbildung 7).

Abbildung 7: Konfiguration von ActiveSync unter Android.

Es hat sich aber als nützlich erwiesen, für Android die Push-Funktion zu deaktivieren und das Sync-Intervall auf 15 Minuten zu stellen, denn im Push-Modus ist permanent eine Funkverbindung aktiv, sodass das Gerät kaum noch seine Energiesparmodi nutzen kann, was die Akkulaufzeit signifikant reduziert. Ferner kam es im Push-Modus unter Android bei einigen Geräten zu Übertragungsfehlern, was etwa zu einer Verdoppelung von E-Mails und Terminen führte. Weitere Informationen zum Thema ActiveSync lassen sich dem bereits fertigen ActiveSync-Handbuch [17] entnehmen.

UCS als Small-Business-Server

Univentions Corporate Server lässt sich ebenfalls durchaus als SBS-Alternative nutzen. Im Gegensatz zu Intra2Net, dessen Kundenquerschnitt auf Nachfrage auch zu 94 Prozent ins SBS-Segment passt, sieht Univention das Einsatzgebiet seiner Plattformlösung anderswo und empfiehlt den UCS auch nicht unbedingt als SBS-Ersatz. Dass UCS bei jeder einzelnen Funktion des IBS auf Anwendungsebene im Zweifel mühelos mithalten kann, liegt größtenteils an Drittanbieter-Produkten wie Zarafa, OX App Suite und Kolab, die sich allesamt komfortabel über das App-Center installieren lassen .

Ein Vergleich mit der Groupware-Funktion im IBS entfällt, weil die nicht von Univention bereitgestellt wird. Außerdem haben wir sowohl dem Univention Corporate Server, speziell dessen Samba-4-Unterstützung und auch Zarafa und Open-Xchange bereits zahlreiche Artikel im Heft gewidmet [18]. Bemerkenswert ist aber, dass Univention beim Installieren von Zarafa via App-Center (gilt auch für OX) ein LDAP-Schema mitliefert, das es im Gegensatz zur sonst nur via CLI möglichen Zarafa-Administration erlaubt, elementare Funktionen wie das Anlegen eines Zarafa-Nutzers in der grafischen »Univention Management Console« zu erledigen (Abbildung 8).

Abbildung 8: Zarafa-Nutzer lassen sich im Univention-Benutzer-Dialog anlegen.

Der UCS passt hinsichtlich der nicht ganz trivialen Installation, die mit dem großen Basisfunktionsumfang im Zusammenhang steht, nicht wirklich zur KMU-Zielgruppe, weshalb ein UCS immer von einem erfahrenen Consultant oder Admin betreut werden sollte. Univentions Corporate Server versteht sich von jeher als Plattform- und Infrastruktur-Lösung und weniger als Applikation, wie es der IBS tut. Im Zentrum der Produkt-Philosophie steht das auf einem Verzeichnisdienst (OpenLDAP) basierende Identify- und Infrastruktur-Management samt Single-Sign-On, das nicht nur ein zentrales Verwalten sämtlicher Nutzer in einer UCS- oder NT-Domäne beziehungsweise einem Active-Directory auf dem UCS-Domain-Controller-Master erlaubt, sondern auch die zugehörigen Rechner- undBenutzerprofile verwaltet.

Ein UCS Domaincontroller wird dabei zur alles verwaltenden Instanz in einer UCS-Domäne oder übernimmt selbst die Rolle eines Windows-Domänen-Controllers.

Teil des Plattformkonzeptes war von jeher auch eine eigene Desktop-Distribution (UCD), die Univention aber im Laufe der Jahre in Anerkennung der Realitäten fallen ließ. Stattdessen stellt die Firma den neuen Univention Corporate Client in das Zentrum seiner Server-Based-Computing-Strategie. Die Bemühungen, Linux auch auf dem Desktop etablieren zu wollen, sind löblich. Nach außen stellen die Bremer aber seit einiger Zeit verstärkt den auf Samba 4 basierenden Active-Directory-Support in den Mittelpunkt ihres Produkt-Marketings und betonen damit, dass sich UCS wahlweise perfekt in bestehende Windows-Infrastrukturen integriert oder selbst die tragende Rolle in einer Windows-Domäne übernehmen kann, was dann den Windows Server obsolet macht.

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Ausgabe /2019