Workshopserie: Windows- und Linux-Applikationen mit Ulteo Open Virtual Desktop bereitstellen (1)

Gemischtes Doppel

Hinter Open Virtual Desktop verbirgt sich eine interessante Terminalserver-Plattform auf Open Source-Basis. Mit ihrer Hilfe können Administratoren Windows- und Linux-Anwendungen übers Netzwerk bereitstellen. In der soeben erschienenen Version 4 funktioniert das – HTML5 sei Dank – jetzt auch ganz ohne Client, am PC oder Mac genauso wie am Smartphone oder Tablet. Wir haben einen Blick auf die neuen Features geworfen und geben in unserem 2-teiligen Workshop einen Überblick über das Deployment der Lösung.
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Ulteo wurde im Jahr 2007 von Gaël Duval und Thierry Koehrlen gegründet.Wer sich in der Linux- und Open Source-Szene ein wenig auskennt, kennt Duval als (Mit)Gründer der Linux-Distribution Mandrake/Mandriva und Koehrlen als Mit-Inititator von intalio.com. Zwei alte Hasen also, deren Ziel es ist, mit dem Open Virtual Desktop (OVD) eine "nicht-proprietäre, auf Open Source basierende, sichere und skalierbare Plattform für die Bereitstellung von Desktops und Applikationen" bereitzustellen.

Mehr Terminalserver als VDI

Mit Ulteo OVD können Admins Win-dows- und Linux-Applikationen für ihre Anwender systemübergreifend (Windows, Linux, MacOS, Android und iOS) auf einer gemeinsamen Plattform bereitstellen. Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine VDI-Lösung (Virtual Desktop Infrastructure) im eigentlichen Sinn, sondern um ein SBC- (Server Based Computing) beziehungsweise Terminalserver-Konzept. Nach eigenem Bekunden arbeitet Ulteo aber daran, OVD um VDI-Funktionen mit separierten virtuellen Maschinen zu erweitern.

Beim aktuellen Stand – Ulteo OVD 4.0.1 – kommt als zentrales Element der auf einem Linux-System betriebene Session Manager zum Einsatz. Dieser findet im Bedarfsfall via LDAP Anschluss an einen zentralen Verzeichnisdienst wie Microsofts Active Directory, Novells eDirectory/ ZenWork oder an einen Standard LDAP-Server. Die Bereitstellung der Windows- und Linux Applikationen übernehmen Applikationsserver, die unter Windows beziehungsweise Linux laufen und per HTTP-Protokoll an den Session-Manager angebunden werden.

Damit nicht nur native, sondern auch Web-Clients Zugriff auf Applikationen und Desktops erhalten, wird noch ein Web Portal-Server benötigt. Für die gemeinsame Dateiablage der Windows- und LinuxWelt kann ein Fileserver auf Windows- oder Linux-Basis zum Einsatz kommen, der über das CIFS-Protokoll mit den Applikationsservern kommuniziert. Sollen

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