Speicherprotokolle für Block-, File- und Object-Storage

Evolutionslehre

Aktuelle Entwicklungen wie Computational Storage oder Storage Class Memory als künftige Hochleistungsspeicher erhalten gerade viel Aufmerksamkeit. Trotzdem ist es noch immer wichtig zu verstehen, ob und inwieweit Block- und Dateispeicher, SAN, NAS, Objektspeicher oder globale, geclusterte Filesysteme auch weiterhin eine Basis zur Entwicklung neuer Technologien darstellen – gerade um mögliche Implikationen für die eigene IT-Umgebung korrekt abschätzen zu können.
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Besonders im Speicherbereich werfen Experten und Hersteller mit Abkürzungen und technischen Begrifflichkeiten um sich, und auch die Entwicklungsdynamik scheint ungebrochen. Vor allem die Geschwindigkeit, mit der Neuerungen auf den Markt kommen, überrascht. Auf der anderen Seite sind die Storage-Protokolle, die den Datenzugriff über Block- oder File-Level garantieren, äußerst betagt. Sie stellen aber bis heute die technologischen Grundlagen bereit, um Datenspeicher überhaupt sinnvoll einsetzen zu können. Gleichzeitig taucht eine Reihe neuer Fragen auf, etwa: Kommt es irgendwann zu einem radikalen Bruch beim Transport-Layer oder existieren immer mehr Technologie-Optionen parallel, mit denen wir uns zu beschäftigen haben? Um hier eine Antwort zu finden, ist eine Einschätzung zur weiteren Entwicklung von Speicherprotokollen hilfreich.

Blockspeicher als SAN-Fundament

Block Level Storage (Block Storage) ist eines der klassischen Protokolle und findet zur Datenspeicherung in Speichernetzwerken (typisch: FC-SAN) oder cloudbasierten Speicherumgebungen (typisch: iSCSI) Verwendung. Ohne Block Storage läuft in Rechenzentren nichts. Zur Funktionsweise: Die Speicherdaten werden in Blöcke aufgeteilt und diese als separate Teile mit einer spezifischen Kennung versehen. Das Speichernetzwerk platziert die Datenblöcke dann dort, wo es für die jeweilige An­wendung am effizientesten ist. Fordert ein Nutzer seine Daten anschließend von einem Blockspeichersystem an, setzt das zugrundeliegende Speichersystem die Blöcke wieder zusammen und präsentiert diese dem Benutzer und der Anwendung.

Die Blöcke sind auf verschiedenen Systemen speicherbar und jeder Block lässt sich so konfigurieren, dass er mit verschiedenen Betriebssystemen wie etwa Linux und Windows funktioniert. Auch lässt sich ein Block für NFS und einer für SMP formatieren. Die Blockspeicherung entkoppelt somit die Daten von

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Ausgabe /2020