Editorial

Geteilte Container-Liebe

Das flexible Bereitstellen von Anwendungen und Software-Umgebungen ist dank der Container-Technologie kein Hexenwerk mehr. Dennoch gilt es für Admins, so ... (mehr)

Der Siegeszug der Container hat zahlreiche Gründe, die der Admin aus seiner Erfahrung mit dem Applikationsmanagement leicht nachvollziehen kann. So sind beispielsweise Updates und Patches deutlich einfacher zu implementieren und Anwendungen besser skalierbar. Und dies sind nur zwei Vorteile aus dem Füllhorn des IT-Glücks, aus dem Container scheinbar geschmiedet sind. Dabei sollte sich der IT-Verantwortliche jedoch stets vor Augen führen, dass es sich bei dieser Technologie nur um Behältnisse für Anwendungen handelt. Ist die Anwendung nicht gut und sauber programmiert, nutzt auch der Container wenig. Auch ist das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Containern eine Herausforderung, besonders im Hinblick auf die Datenkonsistenz von Applikationen, die in mehreren Containern leben.

Das mag der IT-Infrastruktur-Profi noch mit einem "sollen sich doch die Entwickler den Kopf darüber zerbrechen" wegwischen, doch damit hat er die Herausforderung Container keineswegs vom Tisch. Denn es würde die Vorteile zunichtemachen, liefen Container im Unternehmen als Insellösung. Also gilt es für den Admin, sie ins Rechenzentrum einzubinden. Um Container in vollem Umfang und optimal zu nutzen, müssen sie in bestehende Infrastrukturdienste in Bereichen wie Sicherheit, Authentifizierung, Netzwerk oder Storage integriert sein. Nicht zu vergessen ist dabei die gesteigerte Komplexität im Lizenzwesen.

Das klingt nach Arbeit, woran sich die nächste Frage anschließt: Wer soll diese erledigen? IT-Personal ist ohnehin Mangelware. Und solches, das sich mit Containern auskennt und eine entsprechende Infrastruktur verwalten kann, ist rar gesät. Baut das Unternehmen also wie ein Großteil der KMU auf eine Windows-Infrastruktur, müssen Windows-Spezialisten her, die sich aber auch mit Containern, Docker und Kubernetes auskennen.

Eine mögliche Antwort auf diese Herausforderungen ist, eine derartige Infrastruktur schlüsselfertig aus der Cloud einzukaufen. Unsere zweiteilige Betrachtung der entsprechenden Angebote von Google, AWS und Microsoft startet in dieser Ausgabe auf Seite 64. Ist die Cloud keine Option, verspricht Red Hat mit OpenShift, auch in lokalen Umgebungen auf einfachem Wege Container und Kubernetes bereitzustellen. Unser Test ab Seite 14 untersucht, ob das wirklich so problemlos klappt. Viel Vergnügen auch mit dem restlichen Container-Know-how dieser Ausgabe wünscht

John Pardey

Chefredakteur

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