Open Source in der Microsoft Azure Cloud

16.01.2014

Dass Microsoft mit Azure eine Cloud-Plattform rund um die eigenen Produkte anbietet, dürfte sich herumgesprochen haben. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass es dafür derzeit knapp 500 Images gibt, die man verwenden kann, um Linux und andere Open-Source-Software in der Microsoft Cloud zu betreiben.

Die zentrale Anlaufstelle für Azure-Images ist das neue VM Depot von Microsoft. Dort sind eine Vielzahl von fertigen Images namhafter Open-Source-Projekte zu finden, darunter etwa die Content-Management-Systeme Drupal, Wordpress und Alfresco, die Ruby-basierte Projektmanagement-Anwendung Redmine, das Web-Framework Node.js und das Lernsystem Moodle. Neben einer ein Dutzend Seiten umfassenden Liste bietet die Website auch eine Suchfunktion, mit deren Hilfe Anwender Images finden können.

Ein Image aus dem Depot zu verwenden, ist einfach: Die Website bietet für jedes Software-Paket ein eigenes Deployment-Skript, das die ganze Arbeit übernimmt. Anschließend lässt sich dieses Skript mit dem Kommandozeilen-Tool, das übrigens ebenfalls auf Node.js basiert, ausführen: "azure vm create". Das Commandline Tool gibt es übrigens nicht nur für Windows, sondern auch für Mac- und Linux-User. Alternativ kann man die Images  über das Windows Azure Management Portal installieren, die webbasierte grafische Oberfläche zur Verwaltung der Azure Cloud. Für Windows-Anwender gibt es noch einen weiteren interessanten Weg: Visual Studio 2013 Ultimate erlaubt es ebenfalls, direkt mit Azure zu arbeiten.

 

 

Um selber Images zum Depot beizusteuern, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man verwendet eins der angeboteten Linux-Images und installiert darin die Software, die man braucht, oder man beginnt mit einer virtuellen Festplatte einer Linux-VM. Abschließend bleibt dem Anwender nur noch, das neue Image im VM Depot zu veröffentlichen.

Wie man ohne großen Aufwand eine Linux-VM installiert, beschreibt Malte Lantin in seinem Artikel "Mal schnell eine Windows oder Linux Testmaschine bereitstellen - und was gibt es dafür eigentlich im VM-Katalog von Windows Azure". Wer eine fertige Linux-Maschine von VMware nach Azure migrieren möchte, findet alle Informationen dazu in einem Blog-Beitrag von Holger Sirtl.

Das VM Depot ist unter der Adresse http://vmdepot.msopentech.com/ zu finden.

Ähnliche Artikel

comments powered by Disqus
Mehr zum Thema

Red Hat jetzt in Azure Cloud

Mehr als die Hälfte aller Azure-Images basieren auf Linux. Jetzt kommt Red Hat Enterprise Linux hinzu.

Artikel der Woche

Loadtests ohne Server

Für Loadtests der eigenen Server bietet sich die Cloud an, denn kurz getaktet lassen sich dort viele Rechnerinstanzen starten, die das eigene Budget nur wenig belasten. Noch flexibler, günstiger und besser skalierbar sind Tests mit einer Serverless-Infrastruktur wie AWS Lambda. Wir führen vor, wie Sie dort mit Serverless Artillery eigene Loadtests starten. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Container

Wie setzen Sie Container ein?

  • Gar nicht
  • Docker standalone
  • Docker mit Kubernetes
  • Docker mit Swarm
  • Docker mit anderem Management
  • LXC/LXD
  • Rocket
  • CRI-O auf Kubernetes
  • Container auf vSphere
  • Andere (siehe Kommentare auf der Ergebnisseite)

Google+

Ausgabe /2018

Microsite