Chrome künftig ohne FTP-Support

19.08.2019

Google kündigt an, die FTP-Unterstützung für seinen Chrome-Browser einzustellen. Hauptgründe sind die zum einen geringe Nutzung der zum anderen unsicheren Netzwerkprotokoll-Implementierung.

Die Chrome-Entwickler sehen keinen Grund mehr dafür, in die Verbesserung der FTP-Unterstützung zu investieren. Wie Justin Tervay in ihrer Mailgruppe begründet, ist zum einen die Nutzung von FTP im Browser hinlänglich niedrig. So hätten in einem siebentägigen Beobachtungszeitraum lediglich 0,1 Prozent der Nutzer von Google Chrome Stable auf Windows auf FTP zurückgegriffen. Erweitert auf alle Plattformen und eine Periode von 28 Tagen hätte sich der Anteil gar auf ~0,01 Prozent reduziert.

Darüber hinaus bietet, wie Tervay betont, die aktuelle FTP-Funktionalität in Chrome weder Verschlüsselung (FTPS) noch unterstützt sie Proxies und ist je nach Ressource auf die Anzeige eines Directory-Listing oder den Download über eine eben unsichere Verbindung beschränkt. Deshalb habe sich Google nun dazu entschlossen, diese Funktion zu entfernen, statt eine unsichere FTP-Implementierung aufrechtzuerhalten. Als Alternative stehen leistungsfähigere FTP-Clients auf allen betroffenen Plattformen zur Verfügung, so Tervay.

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