Ubuntu 14.10 bringt Systemd-Vorschau und OpenStack Juno

24.10.2014

Bei relativer Stagnation auf dem Desktop bringt die neue Ubuntu-Version im Systembereich durchaus Neues.

Unter dem Namen "Utopic Unicorn" ist die diesjährige Oktoberausgabe 14.10 der Ubuntu-Distribution erschienen. Auf dem Desktop gibt es wenige interessante Neuerungen zu bestaunen, aber in den Untiefen des Maschinenraums hat sich durchaus einiges getan. So bietet das utopische Einhorn eine Vorschau auf das Init-System Systemd, das auch bei Ubuntu künftig zum Standard werden soll. Es lässt sich auf Wunsch aktivieren, auch wenn per Default weiterhin die Ubuntu-Eigenentwicklung Upstart aktiviert ist.

Mit an Bord ist auch die kürzlich erschienene aktuelle Version "Juno" des Cloud-Computing-Frameworks OpenStack. Virtualisierte Container, die mit der Libvirt gestartet wurden, können nun mit Apparmor abgesichert werden. Für LXC-Container gibt es eine Tech Preview, die Checkpointing und darauf basierende Neustarts ermöglicht. Gleichfalls als Tech Preview enthalten ist das Bcache-System, das es ermöglicht SSD-Flashspeicher als Cache für Festplatten zu verwenden. Anwendern, die es ausprobieren möchten, raten die Ubuntu-Macher zu regelmäßigen Backups.

Natürlich darf die gehypte Container-Virtualisierung mit Docker nicht fehlen. Hier bringt Ubuntu 14.10 die Version 1.2 mit, während das Upstream-Projekt sich aber schon auf dem Versionsstand 1.3 bewegt. Der Linux-Kernel 3.16 beschert Ubuntu-Anwendern viele kleine Optimierungen, die etwa zu Performance-Verbesserungen bei XFS, Btrfs und RAID-5 beitragen. Auch die Netzwerk-Performance soll beim Einsatz mit Hyper-V, Xen oder KVM höher sein.

Ähnliche Artikel

comments powered by Disqus
Mehr zum Thema

OpenStack "Juno" ist fertig

Das neueste Release des Cloud-Computing-Frameworks unterstützt Data Analytics, etwa mit Hadoop.

Artikel der Woche

Loadtests ohne Server

Für Loadtests der eigenen Server bietet sich die Cloud an, denn kurz getaktet lassen sich dort viele Rechnerinstanzen starten, die das eigene Budget nur wenig belasten. Noch flexibler, günstiger und besser skalierbar sind Tests mit einer Serverless-Infrastruktur wie AWS Lambda. Wir führen vor, wie Sie dort mit Serverless Artillery eigene Loadtests starten. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Container

Wie setzen Sie Container ein?

  • Gar nicht
  • Docker standalone
  • Docker mit Kubernetes
  • Docker mit Swarm
  • Docker mit anderem Management
  • LXC/LXD
  • Rocket
  • CRI-O auf Kubernetes
  • Container auf vSphere
  • Andere (siehe Kommentare auf der Ergebnisseite)

Google+

Ausgabe /2018