Ubuntu 18.04 bringt neuen Server-Installer

27.04.2018

Die neueste Ubuntu-Version mit Long Term Support wurde veröffentlicht. 

Ab sofort ist Ubuntu 18.04 LTS (Bionic Beaver) verfügbar, die neueste Ubuntu-Version mit Long Term Support bis April 2023. Wie immer gibt es die Ubuntu-Distribution in einer Server- und einer Desktop-Version, die viele Änderungen mit sich bringen. Auf dem Desktop wurde Unity durch Gnome ersetzt, aber der GUI-Server Wayland konnte offiziell bisher X11 nicht ablösen, sondern ist nur als Technical Preview enthalten. 

Die Server-Version bringt einen neuen Installer namens Subiquity mit, der Live-Sessions bietet und das System schneller installiert. Allerdings werden einige Profi-Features wie LVM, RAID, Multipath, Vlans, Bonding nicht unterstützt, sodass dafür der alte Installer verwendet werden muss. Der Curtin-Installer unterstützt jetzt als Preview ZFS als Root-Dateisystem.

Die Netzwerkkonfiguration basiert auf dem in Ubuntu 17.10 eingeführten Netplan, das die historisch gewachsenen Einstellmöglichkeiten wieder vereinfachen soll. Auf dem Server setzt systemd-networkd die Netplan-Konfiguration in die Realität um, auf dem Desktop übernimmt dies der NetworkManager. 

Verschiedene Softwarekomponenten liegen in der neuesten Version bei, etwa der Container-Manager LXD in dem eben veröffentlichten Release 3.0, das einen Cluster-Mode, P2V-Migration und weitere interessante Features bietet. Der Webserver Nginx ist in Version 1.14 enthalten, die einen Mirror-Modul, HTTP/2 Push und the gRPC-Proxy-Modul mitbringt. HTTP/2 ist auch beim Apache-Webserver aktiviert, der in Version 2.4.29 beiliegt. Die PHP-Version ist 7.2.

Open vSwitch ist in Version 2.9 enthalten, OpenStack ist das Queens-Release. Qemu kommt in Version 2.11.1, die unter anderem Fixes gegen Meltdown/Spectre enthält. Der Linux-Kernel ist in Version 4.15 enthalten, die unter anderem AMD-Secure-Memory-Encryption-Support, einen neuen erweiterten RAID-Treiber und verbessertes Power-Management für Systeme mit SATA Link Power Management mitbringt. 

Ähnliche Artikel

comments powered by Disqus
Mehr zum Thema

Ubuntu 17.10 ist fertig

Turnusgemäß veröffentlicht Canonical eine neue Version seiner Linux-Distribution.

Artikel der Woche

Registry für Docker-Images

Wer selber Docker-Images herstellt, braucht auch eine eigene Registry. Diese gibt es ebenfalls als Docker-Image, aber nur mit eingeschränkter Funktionalität. Mit einem Auth-Server wird daraus ein brauchbares Repository für Images. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Konfigurationsmanagement

Ich konfiguriere meine Server

  • von Hand
  • mit eigenen Skripts
  • mit Puppet
  • mit Ansible
  • mit Saltstack
  • mit Chef
  • mit CFengine
  • mit dem Nix-System
  • mit Containern
  • mit anderer Konfigurationsmanagement-Software

Google+

Ausgabe /2018