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Architektonisches

Beim Applikationsserver handelt es sich um ein in Java programmiertes OSGi-Bundle, das per HTTP-Schnittstelle mit den unterstützten Frontends/Clients kommuniziert. Dazu stehen Servlets für SOAP, WebDAV, WebDAV/XML , iCal und JSON zur Verfügung. Als Servlet-Engine kam ursprünglich Apache Tomcat zum Einsatz, allerdings verabschiedeten sich die Entwickler schon vor Jahren vom Standard-Servlet-Container, weil Tomcat für die Erfordernisse von Open-Xchange zu groß und schwerfällig war.

Aktuelle Open-Xchange-Versionen besitzen eine selbst entwickelte Servlet-Engine, nutzen aber ebenfalls das AJP-Protokoll, damit ein Standard-Apache beim Ausliefern statischer Inhalte einspringen kann. Außerdem wird AJP für das Clustern von Open-Xchange-Servern benutzt und der Applikationsserver kann bei Bedarf auch Jetty einbinden und nutzen. Als E-Mailserver können wahlweise lokale IMAP- und SMTP-Server zum Einsatz kommen, es ist aber ebenso möglich, für jeden Nutzer eigene externe Mail-Server anzugeben.

Als zentraler Datenspeicher fungiert MySQL. Open-Xchange verwaltet hier sowohl Struktur und Konfiguration des Groupware-Servers in Form der einzelnen Kontexte und Server in der Datenbank »configdb« (fixer Name), als auch die Groupware-Daten der Nutzer in der Datenbank »oxdatabase« (Default-Name, beliebig anpassbar). Außerdem gibt es einen Filestore im Dateisystem, in dem Open-Xchange die Dokumentenablage abbildet und der ebenfalls über die MySQL-Datenbank verwaltet wird. Auch die Nutzerverwaltung findet über die MySQL-Datenbank statt.

Optional gibt es Authentification-Plugins für IMAP, PAM und LDAP. Im letzteren Fall hält OX seine Benutzerdaten automatisch mit einem LDAP-Verzeichnis synchron. Selbstverständlich unterstützt Open-Xchange SSL- und TLS-Verschlüsselung. Während die Serverseite ausschließlich auf Java setzt, ist das primäre Webfrontend in HTML und Javascript geschrieben und bietet ausgefeilte Ajax-Usability, sodass sich das Browser-Frontend kaum von einer nativen Applikation unterscheidet. Kontextmenüs oder Drag & Drop sind heute selbstverständlich.

Outlook-Support

Optional lassen sich native Clients wie MS-Outlook, Thunderbird, Kontact & Co. mindestens via IMAP und WebDAV anbinden. Bei Outlook steht ab sofort auch eine zusammen mit VIPcom [7] entwickelte MAPI-Anbindung zur Verfügung, sofern der Admin den kostenpflichtigen Oxtender 2.0 installiert. Ihn gibt es zudem auch für Plesk, Business-Mobility und Mac OS X. Diese drei Varianten basieren allerdings auf dem Oxtender-Entwicklungsstrang 1.x. Der Oxtender for Business Mobility implementiert das Active-Sync-Protokoll von Exchange und erlaubt somit die Push-Benachrichtigung und die Synchronisierung von Mail, Terminen und Kontakten, zum Beispiel auch die aus den sozialen Netzen synchronisierten Adressbücher etwa von Xing und Linkedin. Diese Daten stehen dann auch offline auf den Geräten (iPhone, Android, Windows Mobile/Phone 7, Nokia S60, iPad und alle Honeycomb Tablets) zur Verfügung.

Der Oxtender for Mac OSX synchronisiert Kontakte und Termine mit den Mac-Anwendungen Adressbuch und iCal. Der Plesk-Oxtender wiederum ermöglicht die Verwaltung von Open-Xchange mit Plesk. Dank der offenen Schnittstellen sind zudem rund um den OX-Server in den letzten Jahren eine Reihe von Thirdparty-Produkten entstanden, deren jüngste Vertreter wie etwa Benno Mail Archive auf der CeBIT 2011 gezeigt wurden.

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