Duell der Datenbanken: In einem Shootout messen sich MySQL und PostgreSQL. Der Schwerpunkt vom ADMIN 06/2011 überprüft, wer schneller ist und gibt einen ... (mehr)

Installationskit einrichten

Die vorliegenden Erläuterungen beziehen sich auf den Einsatz des Zarafa-Integrationkits auf Basis von UCS 2.3 und 2.4. mit Zarafa 6.40. Die zum Redaktionsschluss bevorstehende Veröffentlichung von UCS 3.0 (unter anderem mit Samba4-Unterstützung) wird aller Voraussicht nach eine geänderte Vorgehensweise nach sich ziehen. Allerdings arbeitet die LINET Service GmbH bereits an einer Umsetzung.

Will man das Integrationskit in Betrieb nehmen, geht man wie folgt vor (alle folgenden Befehle benötigen Root-Rechte): Der Admin richtet das entsprechende Apt-Repository von LINET auf seinem UCS-System zunächst als Online-Repository ein. Es gibt für jede UCS-Version (aktuell 2.3 und 2.4) jeweils passende Pakete. Das Einbinden des Online-Repositorys geschieht für UCS 2.3 so:

ucr set repository/online/component/zarafa4ucs/server=zarafa4ucs.LINET-services.de \
repository/online/component/zarafa4ucs=enabled \
repository/online/component/zarafa4ucs/version=2.3 \
repository/online/component/zarafa4ucsprefix=repository

Für UCS 2.4 klappt es entsprechend mit geänderter Versionsnummer.

Beim Verwenden einer UCS-Version 2.3 oder 2.4 mit lokalen Repository funktioniert das Einbinden eines Online-Repositorys mitunter nicht. In diesem Fall spricht aber nichts dagegen, die Zarafa4ucs-Paketquellen manuell einzubinden. Bei Debian-basierten Systemen wie UCS ist dazu eine neue »sources.list« -Datei unterhalb von »/etc/apt/sources.list.d/« anzulegen, deren Name mit einer Ziffer, größer als die letzte Vorhandene (in der Regel 20 …) beginnt, etwa »25_zarafa4ucs.list« . Diese nimmt je nach verwendeter UCS-Version und Architektur-Variante beide Paketquellen wie im folgenden Beispiel für UCS 2.3 – i386 auf:

deb http://zarafa4ucs.LINET-services.de/repository/2.3/maintained/component zarafa4ucs/all/
deb http://zarafa4ucs.LINET-services.de/repository/2.3/maintained/component zarafa4ucs/i386/

Danach ist ein Update der Paketquellen mittels »apt-get update« erforderlich. Jetzt steht dem Installieren der Zarafa4ucs-Pakete aus den Apt-Repositories nichts mehr im Wege, zunächst die Zarafa-Schema-Erweiterungen für UCS:

apt-get install zarafa-ucs-schema

gefolgt von Zarafa selbst

apt-get install zarafa-ucs

Alles Weitere erledigt das Zarafa-Integrationspaket automatisch und speichert übrigens alle während der Installation gewählten Optionen als Univention Baseconfig-Variable, die sich nachträglich wie gewohnt mit dem Werkzeug (»ucr« ) ändern lässt.

Zarafa administrieren

Zarafa sollte jetzt installiert sein und einwandfrei funktionieren. Das sonst erforderliche manuelle Anlegen von Zarafa-Nutzern erübrigt sich jetzt, denn der Univention Directory Manager besitzt nun nach erfolgreicher Installation einen zusätzlichen Reiter »Zarafa« in der Benutzer-Verwaltung (Abbildung 2).

Abbildung 2: Nach erfolgreichem Installieren von

Mit einem Häkchen bei »Zarafa-User« wird aus einem UCS Nutzer-Account auf einfache Weise ein Zarafa-User. Login und Passwort sind dann mit dem UCS-Login identisch. Genauso einfach lässt sich der User auch zum Zarafa-Admin heraufstufen. Ebenfalls komfortabel ist, dass sich das händische Konfigurieren des MTA (etwa Postfix) ebenfalls erübrigt, weil der UCS dank »zarafa4ucs« die für den jeweiligen Benutzer im UDM hinterlegten E-Mail-Adressen automatisch in das zugehörige Zarafa-Postfach einliefert. Außerdem kann der Admin an dieser Stelle auf einfache Weise Hard- und Soft-Quotas einrichten oder einen einfachen Shared-Store anlegen. Ebenso elegant in den Univention Directory Manager integriert ist die Gruppen-Verwaltung (Abbildung 3). Auch sie verfügt nach dem Installieren von »zarafa4ucs« in den Gruppeneinstellungen über einen Reiter »Zarafa« . Setzt der Admin hier das Häckchen bei »Zarafa-Gruppe« , taucht diese Gruppe in Zarafas globalem Adressbuch auf.

Abbildung 3: Auch die Gruppen-Verwaltung integriert sich elegant in den Directory Manager.

Übrigens lässt sich die bei der ausgewählten Zarafa-Gruppe eingetragene E-Mail-Adresse zum direkten Adressieren aller Gruppenmitglieder benutzen. Beim Versand einer E-Mail an diese Gruppen-Adresse erhalten dann somit alle Mitglieder der Gruppe eine Kopie der E-Mail in ihrem Zarafa-Postfach.

Abbildung 4: Der Zarafa-Webaccess steht nach Installation von
Abbildung 5: Vor der Installation von Zarafa4ucs empfiehlt sich ein Online-Update auf die aktuellste UCS-Version.

Ähnliche Artikel

comments powered by Disqus

Artikel der Woche

Eigene Registry für Docker-Images

Wer selber Docker-Images herstellt, braucht auch eine eigene Registry. Diese gibt es ebenfalls als Docker-Image, aber nur mit eingeschränkter Funktionalität. Mit einem Auth-Server wird daraus ein brauchbares Repository für Images. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Konfigurationsmanagement

Ich konfiguriere meine Server

  • von Hand
  • mit eigenen Skripts
  • mit Puppet
  • mit Ansible
  • mit Saltstack
  • mit Chef
  • mit CFengine
  • mit dem Nix-System
  • mit Containern
  • mit anderer Konfigurationsmanagement-Software

Google+

Ausgabe /2019