Der ADMIN 05/13 wirft einen Blick auf die frei verfügbaren Cloud-Frameworks von Eucalyptus über OpenNebula bis OpenStack. Gute Aussichten für skalierbare ... (mehr)

Lieber NetBSD

Die Installation beginnt mit dem Download eines ISO-Images des aktuellen NetBSD-Releases. Das Image des aktuellen 32-Bit-Systems für Intel-Maschinen finden Sie unter [6]. Wie bei NetBSD üblich ist das CD-Image »NetBSD-6.1-i386.iso« mit 312 MByte einigermaßen schlank und braucht bei der Installation trotzdem keine Internetverbindung für das Nachladen fehlender Daten, wie man es von kleineren Linux-Images kennt.

Für die NetBSD-Installation sollten in der Virtualisierungslösung eine nicht zu kleine Festplatte (5 GByte und mehr reichen jedoch) und 512 MByte Arbeitsspeicher gewählt werden. NetBSD wird bei der VirtualBox als Gastsystem direkt angeboten, bei VMware Workstation muss FreeBSD gewählt werden (NetBSD-Gäste kennt man bei VMware nicht).

Sie sollten die VirtualBox-Installation um die proprietären Erweiterungen ergänzen, damit USB-2-Zugriffe möglich sind. Andernfalls dauern die Arbeiten unerträglich lange – grundsätzlich geht es aber ohne. Nach dem Anlegen der virtuellen PC-Maschine mit den oben angegebenen Daten und nach dem Einbinden des von [6] heruntergeladenen ISO-Images als CD-Laufwerk wird NetBSD installiert. Diese Installation verläuft im Textmodus und ist schlicht und funktional. Die einzige Stelle, an der Sie aufpassen müssen, ist die Definition des Festplattenlabels. Zusätzlich zu den vorgeschlagenen BSD-Partitionen »a« für das Rootverzeichnis und »b« für den Auslagerungsbereich, deren Daten übernommen werden können, sollte der Rest als Partition »e« dem Mountpunkt »/usr« zugewiesen werden. Dies geschieht nicht automatisch.

Benutzer anlegen

Nach dem Abschluss der Installation halten Sie das Gastsystem an, binden das ISO-Image aus und booten von der virtuellen Festplatte. In das neue System loggen Sie sich als Root ein. Jetzt sollte dem Administratorkonto »root« mit dem Befehl »passwd« ein Passwort vergeben und anschließend mit »useradd« ein zusätzliches Benutzerkonto definiert werden. Die hier getroffenen Angaben gelten später auch für den Raspberry.

Beachten Sie, dass »useradd« nicht interaktiv ist und Sie bei seinem Aufruf unbedingt den Schalter »-m« verwenden, damit das Verzeichnis für das Konto auch angelegt wird. Der Befehl lautet dann beispielsweise

useradd -m -s /bin/ksh -b /home rosa

wobei »rosa« der Name des neu angelegten Kontos und der Name des Home-Verzeichnisses ist. Weitere Angaben sind nicht nötig. Nun müssen Sie mit dem Befehl

passwd rosa

noch das Passwort festlegen und in der »/etc/group« das neue Konto mit »vi« der Gruppe »wheel« zuordnen. Die Zeile sollte anschließend

wheel:*:0:root,rosa

lauten. Das neue Konto kann auf dieselbe Weise auch anderen Gruppen wie »operator« , »staff« oder »users« zugewiesen werden. Dies ist für manche Programme günstig, für das Einloggen mit »ssh« aber nicht unbedingt nötig.

Ähnliche Artikel

comments powered by Disqus

Artikel der Woche

Eigene Registry für Docker-Images

Wer selber Docker-Images herstellt, braucht auch eine eigene Registry. Diese gibt es ebenfalls als Docker-Image, aber nur mit eingeschränkter Funktionalität. Mit einem Auth-Server wird daraus ein brauchbares Repository für Images. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Konfigurationsmanagement

Ich konfiguriere meine Server

  • von Hand
  • mit eigenen Skripts
  • mit Puppet
  • mit Ansible
  • mit Saltstack
  • mit Chef
  • mit CFengine
  • mit dem Nix-System
  • mit Containern
  • mit anderer Konfigurationsmanagement-Software

Ausgabe /2020