Windows Subsystem for Linux

Neue Untermieter

Mit dem Windows Subsystem for Linux unterstützt Windows 10 die native Ausführung von Linux-Binaries verschiedener Distributionen. Unser Beitrag stellt das System im Detail vor. Dabei zeigen wir auch Wege auf, wie selbst grafische Linux-Applikationen ihren Weg auf den Windows-Desktop finden.
Kommerzielle Software von der Stange oder quelloffene Produkte, die lizenzkostenfrei und flexibler sind, dafür aber oft entsprechendes Know-how voraussetzen? ... (mehr)

Die Zeiten, zu denen Microsofts Ex-Chef Steve Ballmer voll auf Konfrontation mit der Linux-Community setzte und das freie Betriebssystem despektierlich als Krebsgeschwür bezeichnete, gehören glücklicherweise der Vergangenheit hat. Seit sein Nachfolger Satya Nadella das Ruder übernahm, ist in Redmond die Abneigung gegenüber Linux und generell Open-Source-Software einer neuen Offenheit gewichen. So laufen nicht nur Linux-VMs komplikationslos auf dem hauseigenen Hypervisor Hyper-V und in der Azure-Cloud.

Mit dem Windows Subsystem for Linux (WSL) hat zudem Windows 10 eine neue Kompatibilitätsschicht bekommen. Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei WSL nicht um einen Hypervisor, der komplette Linux-Systeme in Form von virtuellen Maschinen ausführt, sondern um eine Schnittstelle, die die direkte Ausführung von Linux-ELF64-Binaries ermöglicht [1].

Die Architektur von WSL

Das Subsystem führt dazu sogenannte Pico-Prozesse [2] ein, die im User-Mode laufen. Diese bilden die Hülle für unmodifizierte ausführbare Linux-Applikationen. Hierfür reichen sie deren Systemaufrufe an die Pico-Provider-Treiber "lxss.sys" und "lxcore.sys" im Kernel-Mode weiter. Letztere übersetzen Linux-Systemaufrufe auf ihre Pendants unter Windows. Im Fall der Linux-Systemaufrufe, für die es keine direkte Entsprechung im Windows-Kernel gibt, emulieren die Treiber den Linux-Kernel.

Die Klammer um das Ganze bildet der LX-Session-Manager-Service, der im User-Mode läuft und aktiv wird, sobald ein Benutzer eine Linux-Distribution per WSL startet. Der LXSS-Manager erzeugt dann eine Linux-Instanz und startet darin init, gefolgt von der Shell bash und allen weiteren ausführbaren Dateien jeweils als Pico-Prozess (Bild 1). Sobald der Benutzer die Konsole zum WSL schließt, räumt der LXSS-Manager die jeweilige Linux-Instanz wieder ab. Das galt zumindest für die frühen Versionen des

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Ausgabe /2019