Amazon greift Oracle an

16.11.2018

Amazon beitet jetzt eine eigene Java-Distribution an und gibt Migrationstipps weg von der Oracle-Datenbank. 

Unter dem Namen "Corretto" bietet Amazon ab sofort eine neue, freie Distribution des Java Development Kit mit Long Term Support an. Derzeit gibt es eine Preview für Amazon Linux 2, Windows, macOS platforms und als Docker-Image. Im ersten Quartal 2019 sollen Varianten für Ubuntu und Red Hat Linux folgen. Corretto basiert auf der freien Quellcode-Distribution OpenJDK und wird mit dem Technology Compatibility Kit (TCK) auf Kompatibilität geprüft.

Der Schritt Amazons ist eine Reaktion auf die jüngsten Lizenzänderungen Oracles, die längerfristigen Support des JDK kostenpflichtig machen. Neben Corretto bieten noch andere Hersteller und Communities unterstützte Binärpakete des OpenJDK an, zum Beispiel Azul Systems und AdoptOpenJDK.

In einem Beitrag im AWS-Blog gibt Amazon Tipps für eine Migration von der Oracle-Datenbank auf die eigenen Datenbank-Dienste. Neben dem offensichtlichen Ziel, damit Kunden für die eigene Cloud-Plattform zu gewinnen, steckt dahinter eine große Unzufriedenheit mit der Produktpolitik Oracles, die dazu geführt hat, dass der Amazon-Shop, der anfänglich auf Oracle basierte, mittlerweile fast komplett zu AWS RedShift migriert ist. 

Deutlich äußert sich hierzu James Hamilton, ein Distinguished Engineer bei AWS, in einem Blog-Beitrag mit dem Titel "Choose Technology Suppliers Carefully". Dort beschreibt er die seiner Meinung nach zweifelhaften Geschäftspraktiken Oracles, die darauf beruhen, die Abhängigkeit von Bestandskunden mit zwangsweisen Lizenzänderungen auszunutzen. Zudem habe Oracle-CEO Larry Ellison immer wieder fälschlicherweise behauptet, dass Amazons Geschäft auf Oracle beruhe, obwohl er markenrechtlich dazu nicht berechtigt gewesen war.  

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