FreeBSD 10.0 fertiggestellt

20.01.2014

Wieder einmal fertig: das beste FreeBSD, das es je gab.

Einige Wochen später als geplant haben die FreeBSD-Entwickler das neueste Release ihres Betriebssystems veröffentlicht. Anwender kommen in den Genuss einiger Neuerungen wie etwa der Umstellung auf LLVM/Clang, das nun als Standard-Compiler verwendet wird - der Gnu-Compiler GCC gehört nun nicht mehr zum Basissystem. Komplett neu geschrieben wurden der iSCSI-Stack und das CARP-Subsystem, das redundante IP-Adressen für hochverfügbare Cluster-Setups bereitstellt.

Auch das ZFS-Dateisystem wurde verbessert. Es unterstützt nun für SSDs das TRIM-Kommando, das hilft, einen Performance-Abfall der Flash-Speicher bei längerer Nutzung zu verhindern. Zur Komprimierung von Daten beherrscht ZFS jetzt auch den LZ4-Algorithmus. Ein anderer Algorithmus, der das erneute Berechnen von Checksummen vermeidet und damit potenziell auch die Performance des Dateisystems verbessert, wurde vom Solaris-Fork Illumos übernommen. Das FreeBSD-Standarddateisystem UFS lässt sich in der neuen Version online vergrößern und verkleinern.

Im Bereich der Virtualisierung wartet FreeBSD mit einem von Grund auf neu entwickelten Typ-2-Hypervisor namens Beehyve auf. Für die Paravirtualisierung von I/O-Devices unterstützt Beehive die von Linux bekannte VirtIO-Schnittstelle. Beehyve setzt einen Prozessor mit den Features VT und EPT voraus, über die moderne Intel- und AMD-Prozessoren verfügen. Jenseits der Virtualisierung bietet das neue FreeBSD-Release aber umfangreichen Support für ARM-Prozessoren und unterstützt beispielsweise auch den Raspberry Pi.

ISO-Images des neuen FreeBSD-Release sind unter http://ftp.freebsd.org/pub/FreeBSD/releases/amd64/amd64/ISO-IMAGES/10.0/ zu finden. Ein ausführlicher Artikel zu FreeBSD 10 ist unter dem Titel "Neues vom Teufel" im ADMIN-Heft 01/2014 abgedruckt.

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