Thematischer Schwerpunkt dieser Ausgabe ist die kontinuierliche Überwachung von Servern, Clients und anderen Geräten im Netzwerk: mit dem IPMI-Plugin, dem ... (mehr)

Mit Powershell

Die Powershell bietet eine grafische Oberfläche, über die Systemverwalter Skripte erstellen können. Das eröffnet Administratoren, die gerne mit Skripten arbeiten, neue Möglichkeiten der Systemwartung. Neben der neuen Powershell hat Microsoft auch andere Verwaltungswerkzeuge überarbeitet und vor allem auf einen Netzwerkbetrieb ausgelegt, bei dem Administratoren von einer zentralen Stelle aus mehrere Server verwalten können. Eine weitere Neuerung ist die Integration des Best Practices Analyzer in den Server-Manager von Windows Server 2008 R2.

Sobald Serverrollen installiert und eingerichtet sind, ist im Server-Manager ( Abbildung 4 ) unter »Rollen« in der Mitte der Konsole der Bereich »Best Practices« zu finden. Er ermöglicht eine schnelle Konsistenzüberprüfung. Der Benutzer startet den Analyzer durch Auswählen der Option »Diese Rolle überprüfen im Server-Manager« . Wer doppelt auf eine der Meldungen des Best Practices Analyzer klickt, erhält ausführliche Informationen über den Test. Den Best Practices Analyzer gibt es nicht nur für Active Directory, sondern für jede Rolle, die Windows Server 2008 R2 und damit SBS 2011 bereitstellt.

Abbildung 4: Geübte Admins können sich mit erweiterten Verwaltungswerkzeugen auch in SBS 2011 austoben.

Wie bereits bei den Vorgängern gilt auch im SBS 2011, dass der Server der erste Domänencontroller im Active Directory sein muss, kein Bestandteil untergeordneter Domänen sein darf und auch keine Vertrauensstellungen mit anderen Domänen unterstützt. Natürlich können Unternehmen zusätzliche Domänencontroller installieren, zum Beispiel über das Premium-Add-on des SBS.

SBS bis 25 Benutzer

Kleinere Unternehmen mit bis zu 25 Benutzern, die die umfangreichen Serverfunktionen des SBS nicht benötigen, können auf den neuen SBS 2011 Essentials zurückgreifen (Entwicklungsname SBS Aurora). Bei dieser Ausgabe handelt es sich im Grunde genommen um einen aktualisierten und für kleine Unternehmen angepassten Windows Home Server der nächsten Generation. Auch für den kleinen SBS-Server ist das Basisbetriebssystem Windows Server 2008 R2, es fehlen aber die E-Mail-Funktionen von Exchange Server 2010 sowie Intranetfunktionen.

Im Gegensatz zum Vorgänger Windows Home Server, dessen Basisbetriebssystem der betagte Windows Server 2003 ist, steht SBS 2011 Essentials nur als 64-Bit-Version zur Verfügung. Der Server benötigt außerdem mindestens 1 GByte RAM sowie eine Festplatten-Startpartition mit 160 GByte. Es fehlen zwar die Intranetfunktionen, da Sharepoint Foundation 2010 aber ohnehin kostenlos zur Verfügung steht, lassen sich diese mit wenig Aufwand auch auf dem kleinen SBS installieren.

In der kleinen Ausführung sind lediglich eine zentrale Datenablage, eine automatisierte Datensicherung und die Anbindung an Microsofts Cloud-Dienst Office 365 integriert. Über diesen lassen sich dann zusätzliche Onlinefunktionen hinzubuchen, unter anderem vollwertige Exchange-Postfächer, die direkt bei Microsoft gehostet sind.

Für den Zugriff auf die kleine Edition sind keine CALs notwendig, sondern nur eine Serverlizenz, deren Preis bei etwa 545 US-Dollar liegt. Die Verwaltung eines solchen Servers basiert ebenfalls auf einer einheitlichen Verwaltungsoberfläche und ist extrem einfach gehalten.

Wie beim Vorgänger Windows Home Server, gibt es auch bei SBS 2011 Essentials eine Schnittstelle für Add-ins. Diese integrieren sich in die zentrale Verwaltungsoberfläche und erweitern die Funktionen des Servers, zum Beispiel in den Bereichen Datensicherung, Internetanbindung, Sicherheit und so weiter ( Abbildung 5 ).

Abbildung 5: Verwaltungsoberfläche von SBS 2011 Essentials (Aurora).

Alle Clients im SBS-Netzwerk sind über einen Connector mit dem Server verbunden. Über diesen Connector wickelt der Server auch die lokalen Sicherungen der Computer ab und erledigt die Überwachung. Im Gegensatz zur Standard-Edition des SBS 2011 lassen sich mit SBS 2011 Essentials mit der automatisierten Sicherung außerdem die angebundenen PCs sichern, und zwar auch als Image. Wenn ein Computer mal ausfällt, ist es dann möglich, ihn mit einer Start-CD sehr leicht wiederherstellen.

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Ausgabe /2022