Cloud Foundry Foundation: Container-Hype schwächt sich ab

22.10.2019

Die Cloud Foundry Foundation hat ihre aktuelle "Global Perception Study" veröffentlicht. Als zentrales Ergebnis nimmt mit zunehmender Komplexität der Unternehmens-IT der Einfluss der Entwickler zu, die Entwicklungsstrategien immer öfter in die eigene Hand nehmen.

"Mehr Abstraktion und weniger Komplexität" ist aktuell das Motto in der Unternehmens-IT, wie die Ergebnisse der aktuell veröffentlichten "Global Perception Study" der Cloud Foundry Foundation zeigen. Während angestiegene 60 Prozent der weltweit mehr als 500 befragten IT-Entscheider und Entwickler berichten, dass sie als Großunternehmen ihre IT-Infrastruktur in einer zunehmend komplexeren Multi-Cloud-Umgebung hosten, statten insgesamt 59 Prozent ihre Entwickler hinsichtlich der Tools, die den neuen Anforderungen gerecht werden sollen, mit mehr Entscheidungsbefugnissen aus. Diese Verlagerung der Entscheidungsfindung führt laut Cloud Foundry Foundation, der Non-Profit-Organisation hinter der quelloffenen Plattform-as-a-Service-(PaaS)-Lösung Cloud Foundry, zu höheren Abstraktionsebenen und gestattet Entwicklern die Kontrolle über Tools, um neue Technologien zu liefern.
 
Zudem identifiziert die Studie einen Indikator für die Phasen des Container-Hype-Cycle: So sei der Einsatz von PaaS innerhalb von sechs Monaten um 6 Prozentpunkte von 41 Prozent auf 47 Prozent gestiegen, während sich der Einsatz von Serverless und Containern bei jeweils 14 Prozent und 37 Prozent eingependelt habe. Allerdings sei die Stabilisierung beim Einsatz von Containern unter dem Vorbehalt zu sehen, dass gleichzeitig Container einsetzende Unternehmen mehr Bereitstellungen zu verzeichnen haben.
 
"Entwickler sind aufgefordert, auf höchster Ebene einen Beitrag zu Technologiebeschaffung und - Einsatz zu leisten, und sie entscheiden sich zunehmend für mehr Abstraktion und weniger Komplexität", resümiert Abby Kearns, Executive Director der Cloud Foundry Foundation. Insgesamt prophezeit Kearns Unternehmen, die ihre Entwicklungsteams bei Initiativen zur digitalen Transformation aktiv unterstützen, eine erfolgreiche Zukunft.

Flexibilität für Entwickler wichtigstes Kriterium bei der Toolauswahl
 
Als weitere Ergebnisse identifiziert die Studie Produktivität (46% der Befragten) und Flexibilität als wichtigste Treiber für Entwickler bei der Toolauswahl. So gaben mit 63 Prozent nahezu zwei Drittel der Befragten an, dass die Integrationsfähigkeit mit ihrer Umgebung der Prüfstein sei, der zu Verbesserungen der Technologie führt. Hinsichtlich Plattform-Auswahl messen mit 69 Prozent der befragten Entwickler einer bewährten ausgereiften Plattform den höchsten Wert bei, während 65 Prozent den größten Wert auf eine Plattform legen, die eine konsistente Erfahrung bietet. Für 59 Prozent bietet eine Plattform, die die Integration von Innovationen ermöglicht, den größten Nutzen für Teams, wenn es um die Fähigkeit geht, Softwareanwendungen zu entwickeln.
 

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