Kopano

Kommunikationsfreudig

Die Groupware Kopano will die Lücke schließen, die schon vor längerer Zeit durch den Wegfall des Microsoft Small Business Servers entstanden ist. Der Hersteller adressiert vor allem kleine und mittelständische Unternehmen, die ihre Daten nicht in die Cloud geben wollen. Wir haben uns angesehen, ob die Software dem selbst gestellten Anspruch gerecht wird.
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Kopano ist eine Abspaltung des Groupware-Servers Zarafa, der seit Mai 2017 nicht mehr weiterentwickelt wird. Kopano führt Zarafa fort, wobei einige Komponenten übernommen und andere neu geschrieben wurden. Es handelt sich um eine Open-Source-Software und damit kein geschlossenes Produkt. Vielmehr arbeiten der Hersteller, die Community und die Nutzer daran, die Funktionen kontinuierlich zu erweitern. Der Vertrieb erfolgt über Partner auf Subskriptionsbasis pro Benutzer und Jahr. Die Einnahmen ermöglichen es dem Hersteller, durch weiterführende Tests, Tuning und ein Troubleshooting für unterschiedliche Browser, Distributionen und Konfigurationen die Funktion sicherzustellen.

Darüber hinaus erhalten Nutzer Support, was im produktiven Einsatz dringend zu empfehlen ist. Je nach Funktionsumfang gibt es die drei verschiedenen Subskriptionen Basic, Pro und Enterprise, innerhalb derer wiederum einzelne Features wie die Dateibearbeitung im Team oder die Nutzung von Web Meetings einzeln dazugebucht werden können. Die Unterschiede und Optionen sind auf der Homepage sehr übersichtlich beschrieben.

Installation auf breiter Linux-Basis

Kopano läuft unter Linux und ist für die Distributionen Debian, RHEL, SLES, Ubuntu und den Univention Corporate Server (UCS) verfügbar. Außerdem gibt es auf Basis von Univention fertige Kopano-VMs für VMware ESX, KVM, Virtual Box sowie den VMware Player. Für unseren Test nutzten wir die vorbereitete VM für VMware ESX. Die heruntergeladene OVA-Datei ließ sich problemlos importieren, die auf dem ESX-Server belegte Plattenkapazität beträgt 50 GByte.

Beim ersten Aufruf startet die Appliance mit einer grafischen Oberfläche, mit deren Hilfe die Sprache, wahlweise deutsch oder englisch, und eine Stadt für die Auswahl der Zeitzone anzugeben sind. Die Appliance holt sich entweder eine IP-Adresse per DHCP oder der Administrator gibt die Daten vor.

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