NAS-Speicher mit einer Kapazität von einigen Dutzend Terabyte, wie sie sich für mittelständische Anwender eignen, nimmt die ADMIN-Redaktion in der Ausgabe ... (mehr)

Synology RS3412RPxs

Das aktuelle Flaggschiff von Synology ist mit 4800 Euro in einer 20 TByte-Konfiguration eine durchaus interessante Alternative. Da es sich auch noch auf bis zu 40 TByte bei 2HE ausbauen lässt, eignet es sich für viele Szenarien. Mit dem vorgesehenen (zertifizierten) Einbau von 10-GBit-Netzwerkkarten (momentan Intel und Emulex) entfällt darüber hinaus das alte Argument der eingeschränkten Bandbreite. Einzig die begrenzte CPU kann im Falle zu hoher Belastung durch viele Clients recht schnell der limitierende Faktor sein.

Beim Blick auf die Software muss man die Abwesenheit etlicher Enterprise-Features konstatieren, etwa des in größeren Umgebungen wichtigen NDMP. Ein weiterer wichtiger Unterschied zu den größeren Modellen ist das Fehlen eines eigenständigen, dedizierten Storage-Controllers. Stattdessen müssen alle Funktionen rein in Software gelöst werden. Dabei greift der Filer vom RAID bis zum iSCSI-Target auf den offenen Stack der Linux-Welt zurück, was durchaus Vorteile hat. Die sehr einfache Einrichtung über das Synology Betriebssystem DSM erlaubt selbst relativ unbedarften Benutzern die Konfiguration von Port-Trunks, Shares oder iSCSI-LUNs. Auch die Integration von WebDAV ist gelungen, die den Zugriff auch von Mobilgeräten auf den Speicher ermöglicht.

Schade ist, dass für gewisse Spezial-Funktionen – etwa die Nutzung von NFSv4 – SSH-Zugriff sowie manuelle Tricks erforderlich sind. Ansonsten kann man eine vSphere-5-Umgebung mit dem Filer bereits in 15 Minuten konfiguriert haben. Sinnvoll ist der Einsatz eines redundanten Netzteils, da es sicherlich nichts Ärgerlicheres gibt, als wegen eines Verschleißteils einen Totalausfall zu erleiden. Gleiches gilt für die Lüfter, die auch im laufenden Betrieb getauscht werden können.

Die integrierbaren Anwendungen, so etwa VPN, Mail-Station, Web-Station, und so weiter sind zwar alles schöne Funktionen, in größeren Umgebungen wird man sie aber nicht auf einem Storage-System installieren wollen.

Performance

Dieser Punkt sorgte für Aufsehen, da wir die Werte so nicht erwartet hatten: Mit einem 10-GBit-Ethernet-Adapter X520-DA2 von Intel und Intel SSDs der 320er-Serie mit 300 GByte erreichten wir bei RAID-5 stolze 1050 MByte/s sequentiell lesend und eine Transferrate von 812 MByte/s schreibend (NFSv4, MTU 9000, 802.3ad Trunk mit 2x10GbE). Das kann sich sehen lassen. Doch genau da scheint dann auch die Grenze des Machbaren erreicht, die i3-CPU ist am Anschlag angelangt. Praktische Erfahrungen mit dem System in Produktivumgebungen erwiesen sich als durchweg positiv.

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