NAS-Speicher mit einer Kapazität von einigen Dutzend Terabyte, wie sie sich für mittelständische Anwender eignen, nimmt die ADMIN-Redaktion in der Ausgabe ... (mehr)

Benchmarks

Unsere Benchmarks können im vorliegenden Fall nur Anhaltspunkte liefern, weil sich in den zu testenden Filern hardwarebedingt nicht überall dieselben RAID-Level mit derselben Anzahl gleichgroßer und gleichartiger Platten konfigurieren ließen. Deshalb sind die Ergebnisse nicht exakt vergleichbar, sie liefern aber dennoch eine Vorstellung, mit welcher Größenordnung man in der Praxis rechnen kann.

Erstaunlicherweise erweist sich das EonNAS dem IBM-Filer in den meisten Disziplinen ebenbürtig. Beim Lesen kann das Gerät von IBM dann aber seinen wesentlich größeren Cache ausspielen, der auch eine zwei GByte große Datei komplett im RAM hält. Deshalb liest IBM bis zu dieser Filegröße deutlich schneller.

Softwareausstattung

Bei den Basis-Features der Softwareausstattung muss sich das Modell von Infortrend, wie schon gesagt, ebenfalls nicht verstecken, sondern hält gut mit (Abbildung 2). Es beherrscht NFS (inklusive Version 4), CIFS, AFP und FTP als Zugriffsprotokolle und versteht sich aufs Deduplizieren, auf Backup, Replikation und Snapshots, kennt Benutzer aus NIS oder LDAP, beherrscht Port Trunking und Jumbo Frames und verwendet auf Wunsch RAID-6. Allerdings muss das SMB-Modell angesichts der Fülle spezieller Optionen, mit denen IBM aufwartet, passen – seien das Anpassungen an spezielle BI-Software, Datenbanken oder Virtualisierungslösungen, seien es besondere Sicherheits- oder Management-Möglichkeiten. Im Gegenzug ist allerdings auch keines der Feature separat zu bezahlen, sondern alle sind im Preis inbegriffen.

Abbildung 2: Die Browseroberfläche des Infortrend-Filers bietet diese Performanceübersicht.

Die Kategorien "besser" oder "schlechter" lassen sich hier nicht ohne Weiteres anwenden: In Einsatzfällen, in denen notfalls auch eine kurze Downtime nach Hardwaredefekt tolerierbar wäre und die keine besonderen Integrationsansprüche stellen, könnte das IBM-Modell seine Stärken nicht ausspielen und wäre überdimensioniert und viel zu teuer. Für eine unternehmenskritische Anwendung, die von sehr vielen Clients gleichzeitig beansprucht wird, spezielle Integrationsbedürfnisse hat und ausfallsicher sein muss, wäre wiederum das günstige Modell von Infortrend eine Fehlbesetzung (siehe auch den Kasten "Die richtige Wahl").

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