Der ADMIN 05/13 wirft einen Blick auf die frei verfügbaren Cloud-Frameworks von Eucalyptus über OpenNebula bis OpenStack. Gute Aussichten für skalierbare ... (mehr)

Application Continuity

Vor einigen Jahren revolutionierte die Einführung von TAF (Transparent Application Failover) die bis dato gängigen Cluster-Konzepte, bei dem durch einen Knotenausfall abgebrochene SELECT-Statements (unter bestimmten Bedingungen) transparent für den Anwender auf einem verbleibenden Knoten erneut ausgeführt werden konnten. Mit der Version 12c erweitert Oracle dieses Konzept auf alle Transaktionen und nennt dieses Feature Application Continuity. Im besten Fall bleibt ein Ausfall eines Knotens im RAC damit für den Anwender völlig unbemerkt – egal was für eine Art von Transaktion er gerade ausgeführt hatte. Allerdings bedingt dies Anpassungen am Client und ist an die Nutzung bestimmter Klassen und Bibliotheken gebunden. Derzeit wird JDBC Thin, UCP und WebLogic unterstützt. Die Unterstützung für PeopleSoft, Siebel und Oracle Fusion ist in Arbeit.

Kleine Perlen

Neben all den großen Features gibt es auch kleinere nützliche Erweiterungen:

  • So ist es nun möglich, ein Datenfile online zu verschieben.
  • Neben den bekannten Rollen SYSDBA und SYSOPER gibt es nun weitere Rollen zur Abstufung der vorhandenen Berechtigungen: SYSBACKUPDBA für Backup und Recovery, SYSDGDBA für Data Guard und SYSKMDBA zur Verwaltung der Wallets.
  • Weiterhin erhielt Data Guard über die Far-Sync-Standby-Option die Möglichkeit, synchrone Replikationen über größere Entfernungen als 40 bis 100 km zu ermöglichen, indem ein lokaler Hub die Daten synchron entgegennimmt und die Daten dann asynchron an die Remote-Standby-Seite transportiert. Der Switchover selbst erfolgt zwischen Primary- und Remote-Standby – der lokale Hub ist darin nicht involviert.
  • Abgebrochene Switchover können nun wieder aufgenommen werden.
  • DML auf temporären Tabellen in einer Standby-Datenbank erzeugt kein Redo und ermöglicht so die Speicherung von Daten in temporären Tabellen in einer Standby-Datenbank.
  • Sequenzen der Primary-DB können auch in der Standby genutzt werden.
  • Datenbankupgrades ohne Downtime sind nun (fast) automatisiert.
  • Die Größe der PGA ist jetzt mittels des Parameters PGA_AGGREGATE_SIZE_LIMIT begrenzbar.
  • Das Patch Inventory ist direkt aus der Datenbank abfragbar.
  • ACFS (Cluster-Filesystem) unterstützt nun die Ablage aller Datenfiles. ACFS-Snapshots können beschreibbar sein.

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