Allen Unkenrufen zum Trotz ist die E-Mail nach wie vor das Kommunikationsmedium Nummer eins im Unternehmen. Deshalb geben wir in der Februar-Ausgabe eine ... (mehr)

Suche ist Kern der Anwendung

Benno nimmt eine Volltextindexierung der E-Mails nebst Anlagen vor. Für die Suche setzt das Programm auf bewährte Lucene- und Tika-Technik, sodass Anhänge in vielen verschiedenen Formaten wie PDF, MS Office (OOXML) und OpenOffice/LibreOffice (OpenDocument Format) bis hin zu Zip-Archiven flott durchsucht werden können. Mittels Plug-Ins lassen sich weitere Quellen für die Bereitstellung von Inhalten anzapfen. Anwendern und Revisoren präsentiert Benno eine aufgeräumte Weboberfläche, über die E-Mails komfortabel gesucht und von hier aus heruntergeladen oder weitergeleitet werden können (Bild 4).

Bild 4: Die Benno Web-GUI bietet schnelle Suche sowie Auditierung.

Das Management der Benutzerrechte für die Web-GUI erfolgt über eine lokale (integrierte) Datenbank oder wahlweise aus Microsoft Active Directory heraus über einen entsprechenden Connector oder via LDAP-Server.

Installation mit Distributionspaketen

Die Installation gestaltet sich bei Benno einfach, zumal das System keine großen Anforderungen an die technischen Voraussetzungen stellt: Java JDK 6 muss als Laufzeitumgebung für das Archivierungs-Backend an Bord sein. Für den Betrieb des Benno MailArchiv Frontends werden PHP5, Smarty-Templates sowie ein Apache2 Web-Server benötigt.

Der Administrator lädt die benötigten Pakete aus den Benno-Repos. Für Ubuntu, Debian oder UCS fügt er die Paketquelle samt GPG-Key seiner Paketverwaltung hinzu und führt die folgenden Kommandos aus:

apt-get update
apt-get install benno-lib benno-core benno-archive benno-rest-lib benno-rest
apt-get install apache2 php5 php-pear php-db smarty
apt-get install benno-web

Vor dem Start der Benno-Dienste muss er noch ein Shared Secret in den Dateien /»etc/benno/benno.xml« und »/etc/benno-web/benno.conf« hinterlegen. Es dient der Absicherung der Serverkommunikation zwischen Benno Core und der REST-API.

Abschließend muss er die Lizenzdatei nach »/etc/benno/benno.lic« kopieren und den Benno REST-Dienst mit »/etc/init.d/benno-rest restart« neu starten. Will er die kostenlose Open Source-Edition einrichten, muss er dagegen »benno.lic« leer anlegen und in der Datei »/etc/benno-web/benno.conf« den Parameter "USERPERMISSONS = DISABLED" setzen.

Der Zugriff auf die Weboberfläche erfolgt sodann mit der URL »http://bennoserver/benno« und der User-Passwort Kombination "admin/secret". Benutzer legt der Sysadmin mit dem Kommandozeilentool "benno-useradmin" an, sofern nicht mit einem zentralen Directory gearbeitet wird.

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Ausgabe /2019