VMware Blast-Extreme-Protokoll für VDI

Moderner Dreikampf

Microsoft, Citrix und VMware liefern sich seit Jahren einen Wettkampf um das beste Remote-Protokoll. VMwares letzter großer Schritt war die Vorstellung von PCoIP. Entsprechend bestückte Thin Clients konnten so in VMware-Umgebungen punkten. Es folgte das Blast-Protokoll für die Nutzung von HTML5-Clients. Nun steht dessen Nachfolger in den Startlöchern: Blast Extreme.
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Blast Extreme unterstützt alle gängigen Betriebssysteme für Desktop-PCs und mobile Endgeräte. Lediglich der Horizon-Client in der Version 4.4 oder neuer ist notwendig für die Nutzung des Protokolls. Eine Alternative zum Client ist ein HTML5-fähiger Browser, wobei Chrome hier die meisten Funktionen bietet.

Blast Extreme als designierter PCoIP-Nachfolger

Das erweiterte Blast-Protokoll legt den Fokus auf die User-Performance. Mit dem neu integrierten "Blast Extreme Adaptive Transport" (BEAT) lässt es sich an die Gegebenheiten der Netzwerkinfrastruktur anpassen. Damit soll verhindert werden, dass schwankende Bandbreiten und Paketverluste zu schlechter Verbindungsqualität führen.

In der Grundeinstellung arbeitet das Protokoll über TCP, wenn der Zugriff über das LAN erfolgt. Liegt im Zugriffsweg des Anwenders eine WAN-Strecke, so erfolgt ein Wechsel auf UDP. Indikator für die Umschaltung ist die Anzahl verlorener Pakete beziehungsweise die Latenz im Verbindungsweg. Dieses Umschalten erfolgt auch im LAN, wenn eine höhere Effizienz benötigt wird.

Auch wenn Blast Extreme schon zahlreiche Funktionen von PCoIP unterstützt, wird doch deutlich, dass die Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist, denn derzeit werden nur Windows-VDI-Sitzungen unterstützt, keine Linux-VDIs. Soll das Access Gateway (AP) von VMware genutzt werden, muss dies mindestens in der Version 2.9 installiert werden.

An Netzwerkqualität anpassbar

Nutzern ist es möglich, über den Client die "Wertigkeit" des genutzten Netzwerks zu definieren. Im Horizon-Client ab Version 4.4 finden sich hierzu Optionen, die festlegen, wie das Protokoll reagiert. Dies sind aber keine technisch tiefgreifenden Abfragen zur Konfiguration, sondern hier erfolgt nur die Einstellung der Leitungsqualität (nicht die Performance auf User-Seite) in

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