Alan Cox sagt, Fedora 18 ist Mist

24.01.2013

Der Kernel- und ehemalige Red-Hat-Entwickler bezeichnet das aktuelle Fedora 18 als die schlechteste jemals produzierte Red-Hat-Distribution.

Wie der Linux-Entwickler Alan Cox der Welt auf seiner Googleplus-Seite mitteilt, hält er die neueste Fedora-Version 18 für die schlechteste Red-Hat-Version, die es je gab. Der neue Installer sei unbenutzbar, der Updater fehlerhaft. Diese und weitere Probleme hätten ihn dazu bewogen, auf dem betroffenen Rechner Ubuntu zu installieren. Auch daran hat er allerdings manches auszusetzen, etwa am orangefarbenen Desktop-Theme, das Fedora mit seinem Blauton besser getroffen habe, wie er augenzwinkernd anmerkt.

Alan Cox hat es in den Anfangszeiten von Linux zu einiger Berühmtheit gebracht, in der er als einer der wichtigsten Kernel-Entwickler galt und zum Beispiel als Maintainer des Linux-Kernel 2.2 fungierte. Auch bei der Firma Red Hat war er von 1999 bis 2009 beschäftigt. Bis vor wenigen Tagen arbeitet der Linux-Entwickler bei Intel, hat aber nun seinen Abschied aus der Linux-Welt bekannt gegeben. Für seinen Beitrag zu freier Software und insbesondere Linux hat er mehrere Auszeichnungen erhalten.

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Kommentare

Fedora 18

So unterschiedlich sind die Meinungen.... mir gelang erstmals seit vielen Jahren ein fehlerfreies Distri-Update (17 --> 18). Hat zwar ewig gedauert (etwa eine ganze Nacht, viele Apps sind installiert), aber es ging. Die ersten Tage gab ein paar Probleme mit der Stabilität des GNOME-Desktops, aber das wurde duch Updates schnell gefixed.

 

Da hatte ich deutlich (!!) größere Probleme bei der Einführung von GNOME 3 und dem mistigen ATI-Treiber... (bin deshalb auf Intel/NVIDIA gewechselt).

da hat er völlig recht

Habe gerade F18 installiert - grottenschlecht, kann ich Alan nur zustimmen.

Für Einsteiger ist die neue Partitionierung völlig ungeeignet, viel zu kompliziert und fehleranfällig.

Warum man die alte, bewährte Installationsroutine einfach durch was unausgereiftes im Tablet-Design ersetzt hat, versteh ich nicht. Vielleicht 0.1 % der Anwender werden F18 auf einem Tablet installieren wollen.

Nach der Installation fehlte der Grub-Bootloader obwohl ausgewählt - mein Gott, haben die das jemals getestet.

Aber dann Ubuntu statt F18 zu nehmen, spricht nicht für die geistige Gesundheit von Alan. Der muss doch schwere Schäden bei seiner letzten Arbeit davongetragen haben...

 

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