OpenStack: Der Shooting Star unter den Clouds

© Vladimir Nenov, 123RF

Bausteinprinzip

OpenStack bindet im Augenblick sehr viel von der Publicity, die zum Thema Cloud in einschlägigen Medien anfällt. Ist die Lösung tatsächlich als Cloud-Primus qualifiziert und was steckt technisch dahinter?
Der ADMIN 05/13 wirft einen Blick auf die frei verfügbaren Cloud-Frameworks von Eucalyptus über OpenNebula bis OpenStack. Gute Aussichten für skalierbare ... (mehr)

Wer im Augenblick IT-Nachrichten liest, fühlt sich gelegentlich an eine Szene aus John Malkovichs "Being John Malkovich" erinnert, in der eben jener eine Reise in sich selbst unternimmt und bemerkt, dass jeder gesprochene Satz durch "John Malkovich" ersetzt wird. Denn genau so ist es in der IT gerade auch: Cloud, Cloud, Cloud.

Und immer häufiger in direktem Zusammenhang mit der Cloud OpenStack. Tatsächlich profiliert sich die offene Cloud-Umgebung des OpenStack-Projektes gerade als der Liebling der Community. Ist der Hype gerechtfertigt? Dieser Artikel gibt einen Überblick über eines der interessantesten Projekte der FOSS-Welt.

Was ist Cloud Computing?

Cloud Computing zielt in aller Regel darauf ab, skalierbare Lösungen zu schaffen. Konkret geht es darum, den großen IT-Trend der letzten Jahre, die Virtualisierung, mit Automatisierung zu verbinden: Die Idealvorstellung beim Bau einer Cloud ist es, Kunden die Möglichkeit einzuräumen, sich mit IT-Dienstleistungen selbst zu versorgen.

Bei virtualisierten Umgebungen genießen Unternehmen zunächst ja nur den Vorteil, dass sie nicht mehr riesige Rechnerparks in ihren Rechenzentren stehen haben, in denen einzelne Server nicht ausgelastet sind. Zur Erinnerung: Ein heute gekaufter Server lässt sich beispielsweise mit einem Webserver kaum sinnvoll auslasten. Virtualisierung umgeht das Problem, indem sie mehrere virtuelle Appliances auf ein Blech legt und so für dessen optimale Auslastung sorgt. Mit Automatisierung hat das aber noch nicht viel zu tun, denn auch virtuelle Maschinen müssen häufig mühsam durch einen Admin installiert werden.

Cloud Computing erweitert Virtualisierung um den Do-It-Yourself-Faktor: Kunden klicken sich über ein intuitives Web-Interface die Dienste, die sie im Augenblick benötigen, einfach selbst zusammen. Das Setup erfolgt automatisch, die Verrechnung auch. Zu zahlen ist allerdings nur, was der Kunde auch tatsächlich in Anspruch nimmt. Braucht er einen Dienst nicht mehr, stellt er ihn über das gleiche Web-Interface ab und muss ihn auch nicht mehr bezahlen.

Reality-Check: OpenStack

Wie passt OpenStack zu dieser Anforderung? Wichtig ist zunächst, dass es sich bei OpenStack nicht um ein monolithisches Programm handelt. Vielmehr beschreibt der Name OpenStack eine mittlerweile sehr umfangreiche Sammlung verschiedener Komponenten, die sich zusammen um Automatisierung kümmern. Die verschiedenen OpenStack-Komponenten befassen sich dabei jeweils nur mit ihrer spezifischen Aufgabe. Innerhalb der OpenStack-Welt sind folgende Aufgaben im Rahmen der Automatisierung definiert:

  • Benutzerverwaltung
  • Image-Verwaltung
  • Netzwerkverwaltung
  • VM-Verwaltung
  • Verwaltung von Blockspeicher für VMs
  • Cloud Storage
  • das Frontend zum Benutzer

Für jede dieser Aufgaben existiert eine einzelne OpenStack-Komponente; der Artikel stellt diese Komponenten im weiteren Verlauf vor. Übrigens: Komponenten in OpenStack haben stets zwei Namen, einerseits den offiziellen Projektnamen und andererseits einen Codenamen. Der Artikel nutzt die weitaus geläufigeren Codenamen, um die einzelnen Teile von OpenStack zu benennen.

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