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»Mit dem richtigen Schutz sind mobile Geräte so sicher wie stationäre«

Thorsten Kuligga (33) ist bei ADN als IT-Leiter für die Infrastruktur des Unternehmens verantwortlich und legt auch bei der Administration mit Hand an. Das Unternehmen mit Sitz in Bochum gehört in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu den führenden Value Added-Distributoren. ADN ist Partner zahlreicher Hersteller, betreut und beliefert Kunden, wie Managed Service Provider und Systemhäuser, und unterstützt sie bei der Realisierung ihrer Endkundenprojekte.
Der Trend zu Bring your own Device hat sich nicht selten zu einem Albtraum für IT-Abteilungen entwickelt. Zwar sind die Devices oft smart und einfach in der ... (mehr)

Thorsten Kuligga, IT-Administrator

Geburtstag: 12.03.198, Admin seit: 15 Jahren, Hobbys: Badminton, Garten, Ausbildung zum IT-System-Kaufmann, hHeute Leiter der internen IT. Betreute Umgebung: Die produktive hauseigene Umgebung der ADN mit Windows 7, 8 und 2008 R2 bis 2012 R2 sowie Linux, Infrastruktur für den Schulungsbetrieb der Akademie mit den aktuellen Serverbetriebssystemen.

Warum sind Sie IT-Administrator geworden?

Ich hatte bereits früh viel mit Computern zu tun und es hat mir immer Spaß gemacht, in der Familie und bei Bekannten zu helfen, wenn Probleme auftraten.

Warum würden Sie einem jungen Menschen raten, Administrator zu werden?

Es gibt viele Gründe, diesen Beruf zu empfehlen. Man kann sich beispielsweise immer in neue Themen einarbeiten, denn die Entwicklung der IT ist rasant. Zudem ist es befriedigend, den Anwendern tagtäglich dabei zu helfen, Hürden zu meistern.

Welche Aspekte Ihres Berufs machen Ihnen am meisten Spaß, welche weniger?

Positiv finde ich die ständig neuen Herausforderungen durch Updates und neue Software-Versionen. Ich kann den Mitarbeitern Unterstützung im Umgang mit der Soft- und Hardware geben und schule sie auch gerne. Negativ finde ich Software-Bugs, die uns Administratoren zur Verzweiflung bringen. Unangenehm sind auch die Änderungen der Dokumentation, wenn Mitarbeiter häufig ihren Arbeitsplatz wechseln.

Als was möchten Sie in zehn Jahren arbeiten?

Weiterhin als IT-Leiter und Administrator. Die Arbeit macht mir Spaß und derzeit kann es für mich kaum etwas Schöneres geben.

An welchem Projekt arbeiten Sie dagegen in naher Zukunft?

Ganz oben auf der Liste steht die Einführung des Mobil Device- und Application-Managements in der ADN DACH-Gruppe, sobald unser Lync 2013-Projekt abgeschlossen ist.

Damit wären wir schon beim Themenschwerpunkt: Sie nutzen also noch keine speziellen MDM-Tools?

Zurzeit noch nicht, aber es ist die Einführung der Citrix MDM-Lösung in Planung.

Wie trennen Sie momentan Unternehmensdaten auf den Mobilgeräten von privaten?

Zurzeit dürfen sich nur Firmenhandys verbinden. Eine Nutzung privater Geräte lässt sich aber nie ganz ausschließen.

Wie soll Ihr Bring your own Device-Konzept denn zukünftig aussehen?

Zurzeit arbeiten wir noch an unserem Konzept. Probleme bereiten unter anderem die unterschiedlichen Regularien der DACH-Länder, in denen die ADN-Gruppe tätig ist. Bei der BYOD-Umsetzung müssen wir zudem die jeweilige Rechtsprechung berücksichtigen. Geklärt werden muss auch die Frage, was für das Unternehmen relevant ist und wodurch es möglicherweise zu einer zu starken Beeinträchtigung der User kommen kann.

Welchen Nutzen sehen Sie überhaupt in Mobilgeräten?

Nutzer können mit jedem Device schnell geschäftsrelevante Daten betrachten und generieren. So kann der Außendienst beispielsweise auf dem iPad ein Angebot erstellen oder den Status eines Auftrages überprüfen. Oder der Administrator kann aus der Ferne Komponenten betreuen oder ein Passwort zurücksetzen.

Erachten Sie dabei Mobilgeräte grundsätzlich als sicher?

Vom Diebstahl einmal abgesehen, können mobile Geräte so sicher sein wie stationäre. Es ist eine Frage der Absicherung und der Software, die auf den Geräten läuft, sowie der Prozesse, die über diese Beurteilung mit entscheiden.

Gibt es denn Betriebssysteme, die Sie vor besondere Herausforderungen stellen?

In der Regel sind es die neuen Geräte und Betriebssysteme, die es einem nicht gerade leicht machen. Die müssen wir dann mit einer entsprechenden Management-Lösung individuell konfigurieren, was unter Umständen aufwändig werden kann.

Apropos Trennen von privat und geschäftlich: Wie finden Sie den nötigen Ausgleich zu Ihrer Arbeit?

Den Ausgleich bietet mir mein Kleingarten, in dem ich eine Parzelle bewirtschafte. Hier baue ich Obst und Gemüse an, pflege den Rasen und die Beete. Dabei kann ich mich total entspannen und bekomme den Kopf frei von Problemen.

Und welches ist der lustigste Anwenderfehler, der Ihnen untergekommen ist?

Das war ein Klassiker, über den ich immer wieder schmunzeln kann. Ein Anwender monierte, dass der Monitor schwarz bleibe, obwohl alles eingeschaltet wurde. Nach wenigen Fragen machte ich eine Sichtkontrolle, bei der sich zeigte, dass der Rechner und seine Komponenten nicht mit dem Stromnetz verbunden waren. Das sorgte dann für den Rest der Woche für ein Grinsen.

Das Interview führte Petra Adamik.

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