Know-how: Open Source-Lizenzrecht

All-Inclusive-Regularien

Open Source-Werkzeuge sind in der Regel nicht nur kostenlos, Anwender profitieren auch von der Quelloffenheit und der somit möglichen eigenen Nutzung des Codes. Diesem Selbstbedienungsladen zum Trotz kommt Open Source mit einer ganz eigenen Lizenz-Ethik daher, die sich auch in unterschied­lichen Lizenzierungsformen niederschlägt. Der Artikel zeigt, wo Administratoren im Selbstbedienungsladen hemmungslos zugreifen können und wo Grenzen gezogen sind.
Open Source-Software findet in immer mehr Unternehmen und Behörden ihren Einsatz. Im Juli widmet IT-Administrator daher seinen Heftschwerpunkt der quelloffenen ... (mehr)

Die Unterschiede zwischen quelloffener und proprietärer Software sind nicht so groß, wie auf den ersten Blick anzunehmen. Ein Veröffentlichung der Universität Aalto [1] stellt fest, dass sich die Quelloffenheit nur auf das Verhältnis zwischen Management und Entwickler auswirkt – bei Abschluss eines kommerziellen Supportvertrags treten für den Endkunden keine Unterschiede auf.

Ursprünge der Open Source-Lizenzierung

In der Anfangszeit der Computertechnik traten Hardware und Software in Personalunion auf: Wer einen Rechner samt Supportvertrag kauft, erhält die Software dazu. Das Aufkommen standardisierter Hardware sorgte dafür, dass sich Anwendungen auch auf Hardware von Drittanbietern nutzen ließen. Dies führte zur Entstehung von Softwareunternehmen, die sich auf den Vertrieb ihrer Applikationen spezialisieren.

Nur logisch ist, dass derartige Akteure nur wenig Interesse an der Freigabe ihres Quellcodes haben. Doch im universitären Umfeld fanden sich sogenannte Hacker, die über diese Änderung nicht erfreut waren. Sie entwickelten ein als Open Source bezeichnetes Denkmodell, das die Hackerethik des freien Zugriffs auf Informationen aufrechterhalten sollte.

Im Rahmen der im Jahre 1998 gegründeten Open Source Initiative (OSI) wurde eine Gruppe von Bedingungen festgelegt, die von einer idealen Open Source-Lizenz zu erfüllen sind. Einige davon sind primär esoterischer Natur [2], während die Festlegung der allgemeinen Verfügbarkeit von Quellcode die Grundlage für die Open Source-Entwicklung legt. Wichtig ist, dass die OSI virale Lizenzklauseln nicht untersagt.

Gemeingüter in Software

Das ultimative Werkzeug in Sachen Open Source ist das aus dem angelsächsischen Raum bekannte Konzept der Public Domain. Geistiges Eigentum ist immer dann Teil des gemeinschaftlichen Eigentums (Allmende oder auch

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