Fedora 19 veröffentlicht

03.07.2013

Ohne größere Verzögerungen wurde die neueste Version der Community-Distribution Fedora fertiggestellt.

Das Fedora-Projekt hat das neueste Release 19 "Schrödinger's Cat" der von Red Hat geführten Community-Distribution veröffentlicht. Wie üblich wurden die Standard-Komponenten auf die neuesten Versionen aktualisiert, etwa Gnome 3.8, KDE Plasma Workspaces 4.10, der MATE-Desktop 1.6 und der Linux-Kernel 3.9.0. Darüber hinaus gibt es wieder eine Reihe neuer Features und Pakete, die später in Red Hat Enterprise Linux erscheinen, wenn sie sich bewähren.

So gibt es nun mit Extlinux eine leichtgewichtige Alternative zum Grub-Bootloader, die vor allem bei virtualisierten Installationen von Fedora das Booten beschleunigen soll. Der Installer Anaconda wurde hinsichtlich der Storage-Optionen erweitert und unterstützt nun Fibre Channel over Ethernet (FCoE), iSCSI und Multipath. Außerdem kann Fedora nun schon bei der Installation Teil einer Active-Directory-Domain werden.

Im Virtualisierungsbereich bietet Fedora mit den Open-VM-Tools eine freie Implementierung der VMware-Tools. KVM und Libvirt ermöglichen eine effiziente Migration von virtualisiertem Storage, auch wenn er nicht zwischen VM-Hosts geteilt wurde. Das Cloud-Computing-Framework OpenStack ist in der neuesten Version "Grizzly" enthalten.

Neu in Fedora 19 ist die Default-Installation von MariaDB anstelle von MySQL. Letztere steht aber weiterhin im Paket-Repository zur Verfügung. MariaDB wurde vom MySQL-Gründer Widenius als Alternative zu MySQL entwickelt und gewinnt bei Linux-Distributionen immer mehr an Beliebtheit. Zuletzt hatte Red Hat bekannt gegeben, künftig auf MySQL zugunsten von MariaDB zu verzichten.

Zum Konfigurationsmanagement von Rechnern bringt Fedora 19 die Version 3 von Puppet mit. Die Administration über die OpenLMI-Bibliothek erfasst nun weitere Bereiche des Systems. Ihr Funktionsumfang wurde etwa um eine Storage-API und Provider für Monitoring, Hardware-Informationen, den Realmd und die Firewall erweitert.

Schließlich scheinen mit dem Fedora-Release auch die Probleme ausgeräumt, die einzelne Tools während der Entwicklung mit dem Umlaut im Codenamen "Schrödinger's Cat" hatten.

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