Krasse Sicherheitslücke im Linux-Kernel blieb jahrelang unentdeckt

19.08.2010

Eine Sicherheitslücke im Linux-Kernel erlaubte Angreifern Root-Rechte zu erlangen. Jahrelang schlummerte sie im Kernel-Code und wurde erst jetzt entdeckt.

 

Wie im Blog der Security-Firma Invisible Labs berichtet wird, wies der Linux-Kernel einige Jahre lang eine schwerwiegende Sicherheitslücke auf, die es Angreifern erlaubte, Root-Rechte zu erlangen. Dazu brauchten sie nichts weiter als nicht-privilegierten Zugriff auf den X-Server, wie ihn jedes beliebige Desktop-Programm hat. Laut Angaben der Sicherheitsforscher war die Lücke einige Jahre lang im Kernel vorhanden, mutmaßlich seit Einführung der Entwicklungsreihe 2.6. Selbst eine SELinux-Sandbox für den X-Server konnte den Exploit nicht stoppen. Ein Artikel des Bug-Entdeckers Rafal Wojtczuk verrät mehr Details dazu. Er hatte den Fehler während seiner Arbeit an der Virtualisierungslösung Qubes OS entdeckt.

Der Fehler ist in den letzten Kernel-Version 2.6.32.19, 2.6.34.4 und 2.6.35.2, wie auch im anstehenden Kernel 2.6.36 behoben.

 

Ähnliche Artikel

comments powered by Disqus
Mehr zum Thema

Sicherheitslücke im Linux-Kernel

Ein Fehler im Crypto-Code erlaubt lokalen Usern, Root-Rechte zu erlangen. 

Artikel der Woche

Support-Ende von SMBv1

Mit dem aktuellen Update für Windows 10 und Windows Server 2016 steht eine Änderung ins Haus, die gerade für Benutzer älterer Linux-Distributionen große Auswirkungen hat. Nachdem Microsoft es über viele Jahre schon angekündigt hat, entfernt der Konzern mit dem aktuellen Update-Release den Support für das SMB-Protokoll 1. (mehr)
Einmal pro Woche aktuelle News, kostenlose Artikel und nützliche ADMIN-Tipps.
Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und bin einverstanden.

Linux-Backup

Welche Backup-Lösung setzen Sie für Linux im professionellen Umfeld ein?

  • keine
  • eigene Scripts
  • rsnapshot
  • rdiff-backup
  • Bacula
  • Bareos
  • Borg
  • Duplicity
  • Amanda
  • Burp
  • Clonezilla
  • Acronis
  • Arkeia
  • SEP sesam
  • Veeam
  • Redo Backup
  • Relax-and-Recover
  • andere kommerzielle Software
  • andere Open-Source-Software

Google+

Ausgabe /2017

Microsite