Linux-Kernel 2.6.36 integriert App Armor

Mathias Huber

Linus Torvalds hat Version 2.6.36 des Linux-Kernels freigegeben. Zu den Neuerungen gehören die Unterstützung für die Tilera-Prozessorarchitektur und die offizielle Aufnahme von App Armor.

 

Der Linux-Kernel 2.6.36 bietet erstmals Unterstützung für den Multicore-Prozessor TILE64 des Herstellers Tilera, der sich durch eine Struktur von 64 Kacheln (engl. "tiles") auszeichnet, die einen Vielzweck-Prozessor, Cache und Router enthalten. Die energieeffiziente und leistungsfähige CPU soll in Netzwerkkomponenten und bei der digitalen Videoverarbeitung zum Einsatz kommen.

 

Daneben integriert Version 2.6.36 nun App Armor in den offiziellen Kernel. Das System zur Mandatory Access Control (MAC) stammt ursprünglich von der Firma Immunix, die von Novell aufgekauft wurde. Bisher kam es in Distributionskerneln, beispielsweise bei Suse, zum Einsatz. Es erhöht die Sicherheit von Linux-Systemen, indem es die Berechtigungen von Programmen einschränkt.

 

Daneben haben es die Kernelentwickler geschafft, dass der Kernel-Debugger KDB nun auch funktioniert, während X.org mit Kernel Mode Setting (KMS) läuft. Bei Intels Core-i3- und -i5-Plattformen unterstützt Linux nun das Power Sharing zwischen CPU und GPU. Der Zwischenspeicher FS-Cache, seit 2.6.30 im Kernel, unterstützt nun auch CIFS. Weitere Änderungen sowie zahlreiche Details und Verweise finden sich auf einer Seite im Kernelnewbies-Wiki. Der GPLv2-lizenzierte Quelltext des Linux-Kernels ist wie immer bei der Site Kernel.org und ihren Spiegelservern zu haben.

[Diese Meldung stammt von Linux-Magazin Online]

21.10.2010 16:14
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Tags: Linux Linux , Kernel Kernel

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