Microsoft-Browser Edge mit vier Sicherheitslücken im Patch Tuesday

12.08.2015

Der neu entwickelte Webbrowser von Microsoft tritt auch hinsichtlich der Sicherheit das Erbe des Internet Explorer an. 

Dem Ende Juli erschienenen Windows 10 hat Microsoft einen von Grund auf neu entwickelten Webbrowser namens Edge spendiert, der mit den Problemen des Internet Explorer aufräumen und etwa durch die Umsetzung existierender Standards die dem IE eher kritisch gegenüberstehende Webentwickler-Community positiv stimmen sollte. 

Dass das Vorhaben noch nicht ganz geglückt ist, zeigt ein Blick in die Liste der am "Patch Tuesday" gefixten Probleme der neuen Windows-Version. Mit vier Sicherheitslücken ist der Edge-Browser darin vertreten. Die drei Memory-Corruption-Lücken erlauben laut Microsoft prinzipiell die Ausführung von Schadcode, auch wenn bisher dafür keine Exploits bekannt sind. Die vierte Lücke erlaubt es, die Schutztechnik ASLR (Address Space Layout Randomization) zu umgehen. Mit anderen Sicherheitslücken kombiniert, könnten Angreifer auch darüber eigenen Code ausführen. 

Die Edge-Anwender sind trotzdem noch besser bedient als diejenigen, die den Internet Explorer verwenden, denn er ist von einer Sicherheitslücke (CVE-2015-2423) bedroht, für die bereits Exploits kursieren. Die "unsichere Verarbeitung von Kommandozeilenparametern", die schuld an der Misere ist, betrifft aber nicht nur den Internet Explorer, sondern auch Microsoft Office und das Windows-Betriebssystem selbst. Mehr Informationen dazu liefert das Microsoft Security Bulletin MS15-088. Ein "Kumulatives Sicherheitsupdate" schließt diese und ein Dutzend weitere Sicherheitslücken im Internet Explorer. 

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