VMware gibt Webframework Vert.x frei

11.05.2012

Mit einem neuen asynchronen Webframework macht ein freies Software-Projekt von VMware dem viel gerühmten Node.js Konkurrenz.

Das von VMware gesponsorte Community-Projekt des asynchronen Webframeworks Vert.x hat die stabile Version 1.0 veröffentlicht. Es tritt explizit in Konkurenz zu Node.js, das mit ähnlicher Architektur und Javascript als Programmiersprache für hoch skalierenden Webserveranwendungen bekannt wurde. Im Gegensatz dazu setzt Vert.x auf die Java Virtual Machine (JVM) und bietet dementsprechend mehrere Programmiersprachen. Derzeit sind dies Javascript, Ruby, Groovy und Java. Python, Scala und Clojure sollen demnächst folgen.

Im Unterschied zu Node.js zwingt Vert.x Programmierer nicht dazu, alle Aktionen in einem Event-Loop zu programmieren. Auch blockierende und lange laufenden Funktionen sind alternativ dazu möglich. Anders als Node.js bietet Vert.x von Haus aus Multithreading und skaliert somit leichter automatisch auf mehreren Cores oder Prozessoren. Ein simpler Benchmark des Vert.x-Projektleiters Tim Fox zeigt, dass Vert.x auch in puncto Geschwindigkeit vor Node.js liegt. Vert.x steht unter der Apache-Lizenz 2.0 frei zur Verfügung.

Alle Informationen zu Vert.x und der Quellcode sind unter http://vertx.io/ zu finden. Das Programmierhandbuch gibt es derzeit für Java, Groovy, Ruby und Javascript.

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