Workshop: Container-Virtualisierung mit LXC
Eingedost
Kommen Ihnen die großen Virtualisierungen wie KVM, Xen, VMware oder Virtualbox etwas klobig vor, wenn es nur darum geht, einen einzelnen Dienst wie einen Druckerspooler oder ein Intrusion Detection System zu virtualisieren? Dieser Workshop zeigt, wie Sie stattdessen die leichtgewichtige Containervirtualisierung LXC unter Ubuntu 10.04 zu diesem Zweck einsetzen. Da LXC fester Bestandteil des Kernels ist, benötigen Sie nur die Userspace-Tools aus dem Paket »lxc«
, um damit erste Erfahrungen zu machen. Die Zeile
none /cgroup cgroup defaults 0 0
in »/etc/fstab«
hilft das zusätzlich notwendige, virtuelle Cgroup-Filesystem unter »/cgroup«
zu mounten.
Das reicht Root bereits, um ein einzelnes Kommando – etwa eine Shell – in einem Anwendungs-Container ablaufen zu lassen:
lxc-execute -n foo -f /usr/share/doc/lxc/examples/lxc-macvlan.conf /bin/bash
Das erzeugt gemäß der Konfigurationsdatei »lxc-macvlan.conf«
den Container und startet die Shell. Dass die in einer virtualisierten Umgebung läuft, zeigt bereits der Prompt an: Er trägt den geänderten Hostnamen. Die Liste der Prozesse – durch »ps auxw«
aufgerufen – ist außerordentlich übersichtlich, Kernelthreads fehlen dort sogar vollständig. Und wenn Sie in das Proc-Verzeichnis wechseln, sehen Sie auch hier im Vergleich zum Hostsystem die reduzierte Anzahl von Einträgen für Prozesse.
Ein- und Mehrwegbehälter
Das Anlegen eines Systemcontainers ist komplexer, weil Sie dafür ein komplettes System installieren und vorbereiten müssen. Außerdem will insbesondere auf dem Host das Netzwerk konfiguriert sein. Installieren Sie darum auf dem Hostsystem zusätzlich die Pakete: »debootstrap«
,
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