Datenbankverfügbarkeitsgruppen in Exchange 2016

Mehrfach abgesichert

Datenbankverfügbarkeitsgruppen – DAG – halten Exchange-Datenbanken zwischen verschiedenen Servern synchron. Diese Absicherung ist bereits ab zwei Exchange-Servern sinnvoll und erhöht die Verfügbarkeit deutlich. Der Workshop schildert, wie Sie vor allem mit der Exchange Management Shell Datenbankverfügbarkeitsgruppen schnell erstellen und deren Replikation steuern.
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Die Replikation der Datenbanken zwischen den beteiligten Servern läuft über Transaktionsprotokolle. Diese Replikation erfolgt jedoch nicht über das SMB-Protokoll, sondern über ein spezielles DAG-Replikationsverfahren. Exchange 2016 nutzt einen festgelegten TCP-Port für den Datenaustausch und kann als Quelle für die Datenreplikation die produktive Datenbank verwenden oder eine andere Postfachdatenbankkopie. Sie können also auch eine Kette von Replikaten erstellen, wenn Sie mehrere Exchange-Server im Einsatz haben. Sowohl die Standard- als auch die Enterprise-Edition von Exchange 2016 unterstützt die Hochverfügbarkeit über Datenbankverfügbarkeitsgruppen.

Automatischer Failovercluster

Datenbankverfügbarkeitsgruppen erstellen Sie entweder über die Exchange Management Shell oder im Exchange Admin Center. In der Exchange Management Shell arbeiten Sie mit dem Cmdlet »New-DatabaseAvailabilityGroup« . Im Exchange Admin Center finden Sie die Einstellungen über "Server / Database Availabilty Groups". Bei einer frisch erzeugten DAG handelt es sich zunächst um ein leeres Objekt im Active Directory.

Fügen Sie der DAG den ersten Server hinzu, erstellt Exchange für die Datenbankverfügbarkeitsgruppe automatisch einen Failovercluster. Exchange nutzt für einen DAG-Cluster noch einen weiteren Server im Netzwerk, auf dem ein Ordner liegt, der Daten des Clusters enthält. Dieser Server, auch Zeugenserver genannt, wird aber nicht Bestandteil des Clusters, sondern ist logisch außerhalb des Clusters angeordnet. Die entsprechende Freigabe wird offiziell als File Share Witness (Dateifreigabenzeuge) bezeichnet und zur Absicherung des Datenflusses zwischen den Clusterknoten genutzt. Hauptsächlich kommt diese Erweiterung in Zwei-Knoten-Clustern zum Einsatz.

Für Failovercluster gilt auch beim Einsatz von DAGs das Quorumkonzept. Verliert ein Cluster das

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