Editorial

Das kostet aber…

Immer mehr Firmen zieht es in die Cloud und die Nutzung von Public-, Private- und Hybrid-Clouds gehört längst zum Alltag. Im Juli befasst sich ... (mehr)

Liebe Leser,

zurück vom AWS Summit in Berlin zog die Redaktion in der letzten Ausgabe das Fazit, dass mit den aktuell verfügbaren Cloud-Diensten »Firmen ihre IT in die Cloud migrieren können und dabei unter Umständen Geld sparen, denn sie bezahlen nur die Rechendienste, die sie wirklich benötigen. Darüber hinaus vereinfacht sich das Management der Services drastisch, denn im klassischen Sinn gibt es hierbei nichts mehr zu verwalten, weder virtuelle Maschinen noch Server-Racks. Für IT-Administratoren gibt es in dieser Welt kaum noch Bedarf.« Vom ersten Teil träumen Amazon, Azure, Rackspace und wie sie alle heißen vermutlich ununterbrochen, der zweite Teil dürfte IT-Verantwortlichen eher Alpträume bescheren.

Doch zum Glück manifestiert sich die Realität des IT-Betriebs selten nach den Wünschen der Hersteller. Zwar greift ein Großteil der IT-Organisationen mittlerweile auch auf Cloud-Dienste zur Bewältigung der Unternehmensanforderungen zurück, doch nur wenige verzichten dabei komplett auf eine eigene Infrastruktur. Die Realität heißt Hybrid Cloud: Eigene, virtualisierte Serverinstanzen stellen im Zusammenspiel mit externen Angeboten die benötigten Dienste bereit. Was so einfach klingt, ist in der Realität oft so komplex, dass dafür ein eigener Begriff hermusste: "Cloud-Management" – der Schwerpunkt dieser Ausgabe. Das Management und die Integration mehrerer Clouds in einer Infrastruktur wirft Fragen auf nach Softwareportabilität und der Auswirkung von Netzwerklatenzen, um nur zwei von zahlreichen Beispielen zu nennen. Auch die Aufgabe, am Ende alles unter der Haube eines führenden Managementsystems zu haben, ist nicht ohne. Doch diesen Herausforderungen muss sich die IT stellen, sonst gehen die durch die Cloud ermöglichten Effizienzgewinne sehr schnell verloren.

So wird aber auch offensichtlich, dass es sehr wohl noch Bedarf an Administratoren gibt. Nur wird auf deren Visitenkarte zukünftig "Cloud-Aggregator" oder "Abteilungsleiter Automationsmanagement" stehen. Die Cloud ändert die Prozesse des IT-Betriebs vom Einkauf über die Sicherheit bis hin zum Support. Wandel ist in der IT die Norm ist, nicht die Ausnahme. Und Administrator ist ein Job, der eine extrem hohe Lernbereitschaft voraussetzt. In welche Bereiche sich IT-Verantwortliche zukünftig einarbeiten müssen, zeigt unser Beitrag "IT 4.0" ab Seite 100. Technisch bieten sich mit Azure (Seite 84) und VMwares vRealize Automation (im Test ab Seite 16) ungeahnte Automatisierungsmöglichkeiten an. Oder Sie bauen sich einen kostenlosen, AWS-kompatiblen Objektspeicher. Wie, zeigt unser Workshop ab Seite 68. Viel Spaß in der Cloud wünscht

John Pardey

Chefredakteur

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