Oracle Linux 6.4 bringt DTrace und XFS

15.03.2013

Oracle veröffentlicht seinen Klon von Red Hat Enterprise Linux 6.4, integriert aber dabei auch eigene Features. 

Die Firma Oracle hat Version 6.4 der eigenen Linux-Distribution freigegeben. Im wesentlichen handelt es sich dabei, wie bei CentOS, um einen Klon von Red Hat Enterprise Linux 6.4. Zusätzlich zum Red-Hat-Kernel bietet Oracle aber den "Unbreakable Enterprise Kernel Release 2" an, einen laut Oracle besonders zuverlässigen Linux-Kernel, der auf der Version 3.0.36 basiert.

Neu im aktuellen Release ist außer dem der offizielle Support des XFS-Dateisystems, der Kunden mit der Premium-Support-Option zur Verfügung steht. Ebenso gibt es für registrierte Kunden im Unbreakable Linux Network (ULN) einen Download des DTrace-Framework, das Oracle von Solaris auf Linux portiert hat. Damit lassen sich diverse Subsysteme in Kernel und Userspace zur Laufzeit tracen, etwa zur Performance-Messung, ohne dass nennenwerter Overhead entsteht. 

Als Technology Preview gibt es einige Features, die nur mit dem Unbreakable Kernel zur Verfügung stehen, etwa kryptografische Signaturen für Kernel-Module, Linux-Container (LXC), Transcendent Memory (Tmem) und DRBD-Replikation. Andere als Technology Preview enthaltene Features stammen wiederum von der Red-Hat-Distribution und funktionieren nur mit dem ausgelieferten Red-Hat-Kernel. Dies sind etwa KVM-Live-Snapshots und Parallel NFS.

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